28. Die Temperamente im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1909-01-09/p023 ·1909-01-09 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Und wenn der Mensch besonders sein physisches System im Überschuss wirksam hat, so ist das ein Zeichen, dass der innere Mensch nichts vermag gegen sein physisches System. So nimmt sich das physische System, das verhärtet ist, aus, wenn es im Überschuss ist. Der Mensch kann dasjenige, was er beweglich machen sollte, nicht beweglich machen; er fühlt innerliche Hindernisse. Sie treten dadurch hervor, dass der Mensch seine Kraft hinwenden muss auf diese inneren Hindernisse. Was man nicht überwinden kann, ist das, was Leid und Schmerz macht, sie verursachen es, dass der Mensch nicht hinausblicken kann unbefangen auf die Mitwelt. Dieses Hingewiesensein bildet einen Quell inneren Grams. Gewisse Gedanken und Vorstellungen beginnen dauernd zu werden, er beginnt Grübler zu werden, Melancholiker.

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