IX. Moses, seine Lehre und seine Mission

GA 69b/1911-02-13/p035 ·1911-02-13 · original (original)
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Sehen wir nun weiter: Wir sehen, wie die besondere Veranlagung, die Moses als seine Mission auf sein Volk zu übertragen hat, insbesondere daran geknüpft ist, die Reinheit des Blutes zu schützen. Gerade bei diesem Volke soll es sich nicht vermischen, es soll sich abgetrennt von den anderen Völkern halten, so daß dasselbe Blut durch Generationen und Generationen hinunterrinnt. Warum ist das so? Auch das können wir verstehen, wenn wir die Umschwünge der Seelenverfassung uns vor Augen führen. Hellsehen - ob es nun das alte, bildhafte ist oder das hier öfters geschilderte, zu dem sich der moderne Mensch erheben kann, wenn er die entsprechenden Übungen durchmacht -, Hellsehen ist immer daran gebunden, daß der Mensch mit seinem geistigen Teil unabhängig werden kann von seiner physischen Körperlichkeit, daß er also in gewisser Weise seinen geistigen Teil herauszichen kann aus der physischen Körperlichkeit. Was der Hellseher erlebt, erlebt er ja nur durch das Werkzeug der Seele, die sich frei macht, gleichsam herausgeht aus der physischen Körperlichkeit. Das wird der moderne Materialist von vornherein als eine Torheit ansehen; er kann nichts anderes glauben, als daß alle seine Seelentätigkeit an das physische Gehirn gebunden ist. Aber Hellsehen ist nicht an das Gehirn gebunden, sondern verläuft im Seelenleben ohne das Gehirn. Das kann nur die Erfahrung bestätigen, und das kann derjenige, der diese Erfahrung nicht hat, mit tausenderlei, scheinbar ganz genügenden Gründen widerlegen, etwa so, wie ein Blinder widerlegen kann, daß es Farben gibt. Aber darauf kommt es nicht an. Man sollte nach den Prinzipien der heutigen Forschung zugeben, daß da nur Erfahrung entscheiden kann. Also Hellsehen ist daran gebunden, daß der geistige Teil des Menschen sich frei macht von den Instrumenten des physischen Leibes.

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