Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte

GA 71b/1918-02-12/p059 ·1918-02-12 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Aber man darf nicht Hypothesen aufstellen. Man muss sozusagen als Rätsel empfinden, warum der Mensch der Außenwelt gegenüber keine Sinneswahrnehmungen hat und warum er keine Bewegungen hat im Traume. Man erfährt dann durch das schauende Bewusstsein, dass der Mensch als Träumender wirklich in der geistigen Welt ist, das heißt: der Sinneswelt, auch dem eignen sinnlichen Leibe entrückt ist, dass er im Geistigen, im Übersinnlichen steht. Daher kann er nicht eine Sinneswelt wahrnehmen, kann auch nicht Handlungen darin ausführen. So steht der Mensch vollständig im Seelischen drinnen, wenn er träumt, und berührt mit den Traumesereignissen sein Physisches als solches nicht. Nur dadurch, dass er, ich möchte sagen, an dieses Physische und auch an dasjenige, was im physischen Leibe höher ist als das Physische, heranstößt, dadurch bietet sich ihm ein Widerstand, dadurch wird seine Betätigung als geistig-seelisches Wesen aufgerufen, und dadurch beobachtet er von dem Gesichtspunkte des Ewigen aus das, was zeitlich in ihm ist.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/71b/1918-02-12/p059.json
Cite: GA 71b/1918-02-12/p059 · edition original