Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft

GA 71b/1918-04-24/p030 ·1918-04-24 · original (original)
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Das andere, wovon man unterscheiden muss dasjenige, was ich hier als Imagination anführe, das ist das bloße Phantasieleben. So wie das imaginative Leben kein visionäres Leben ist, kein unwillkürliches mystisches Erleben ist, so ist dieses imaginative Leben auch kein Phantasieleben. Beim Phantasieleben handelt es sich darum, dass die Bilder zwar in Gesetzmäßigkeit, aber doch in innerlich freier Weise aneinandergereiht werden. Beim Phantasieleben ist man nicht so gebunden an den objektiven Gang der Bilder, wie man in der äußerlichen Wahrnehmung gebunden ist. Man weiß, dass der Stuhl nicht in der Luft stehen kann. Beim imaginativen Leben ist man dieses.

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