8. Fragenbeantwortung

GA 73a/1920-04-01/p016 ·1920-04-01 · original (original)
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Wenn Sie das ins Auge fassen, dann werden Sie sich sagen: Ein Grund, von einer elektro-magnetischen oder sonstigen Lichttheorie zu sprechen, ist zwar nicht vorhanden, aber was wohl vorhanden ist, das ist, daß wir - wenn wir auf die Außenwelt blicken, wo wir ja das Elektrische nicht direkt durch die Sinne wahrnehmen -es in dem, was nun gewöhnlich das Materielle genannt wird, irgendwie vermuten müssen. Es liegt uns ferner als das, was durch die Sinne wahrnehmbar ist; und dieses Fernerliegende, das drückt sich eben dadurch aus, daß es verwandt ist mit dem, was ja zunächst dem subjektiven Bewußtsein des Menschen ferner liegt als seine Vorstellungwelt, nämlich seine Willenswelt. Wenn Sie bei dem Menschen in das Gebiet hinuntersteigen, das ich als das mittlere bezeichnet habe, und dann weiter hinuntersteigen, so finden Sie dieses Hinuntersteigen sehr identisch mit dem Hinuntersteigen in die Willensnatur. Sie brauchen nur darauf zu sehen, wie der Mensch zwar mit seiner Seele in der Welt seiner Vorstellungen lebt, wie aber das, was die eigentliche Entität des Willens ist, nicht präsent ist in seinem Bewußtsein, wie es tief unten im Unbewußten liegt.

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Cite: GA 73a/1920-04-01/p016 · edition original