Zweiter Vortrag
Wenn man diese drei Systeme, die den gesamten Prozeß des menschlichen Organismus darstellen, in ihrer Wechselwirkung betrachtet, dann wird man das physisch-leibliche Gegenbild, aber das vollständige physisch-leibliche Gegenbild des Seelischen haben. Man wird das Seelische nach Vorstellen, Fühlen und Wollen widergespiegelt finden im menschlichen Organismus. Und dann wird man nicht mehr geneigt sein, bloß zu sprechen von einer Gefühlsbetonung des Vorstellungslebens, und die Willensimpulse gar nur nach ihren Vorstellungsentsprechungen von außen her zu betrachten und den Stoffwechsel nur seiner materiellen Seite nach zu betrachten. Es ist durchaus notwendig, den Stoffwechsel auch seiner geistigen Seite nach zu betrachten. Da ist er dasjenige, was durchaus dem Willen entspricht.
Cite:
GA 73a/1921-01-12/p039 · edition original