Dritter Vortrag

GA 73a/1921-01-14/p013 ·1921-01-14 · original (original)
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Und wer nun mit einem gewissen Drinnenstehen in solchen Prozessen die Dinge betrachtet, der wird den Zusammenhang suchen zwischen dem, was auf der einen Seite körperlich, was leiblich gewirkt hat, sich dann entladen hat und einen gewissen Abschluß gefunden hat, und demjenigen, was da auftritt wie eine neue Bildung, wie etwas, was sich neu entfaltet, dessen Entstehungsbedingungen, dessen Werdebedingungen eben klar werden müssen. Und wenn er solche Begriffe gerade so ausführlich, so eingehend wie möglich in der Realität verfolgt, wird er darauf kommen, sich zu sagen: Dasjenige, was im Organismus gewirkt hat bis zum Zahnwechsel hin, was da organisch gewirkt hat, was da gebunden war an den Organismus, das ist frei geworden, als der Organismus mit dem Zahnwechsel einen gewissen, einen vorläufigen Abschlußpunkt erreicht hat. Es wird frei, es verwandelt sich gerade in die Kraft des Vorstellungen-Bildens, des VorstellungenKonturierens, in die Kraft des Bildens von bewußten Erinnerungsvorstellungen, während die früheren Erinnerungsvorstellungen mehr unbewußt waren. So sieht man, wie etwas, was früher im Körper gewirkt hat, frei wird und nun seelisch-geistig wirkt. Und man erlangt eine Erkenntnis darüber -— wenn man das sozusagen mit dem Seelenauge beobachtet —, wie das, was nun als Begriffsbildung, als Erinnerungsvorgang in bewußter Weise auftritt, wie das vorher im Organismus organisch bildend gewirkt hat.

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