Anthroposophie und die Rätsel der Seele

GA 80a/1922-01-26/p027 ·1922-01-26 · original (original)
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Und zu den Gedankenübungen kommen dann Willensübungen hinzu. Wiederum möchte ich nur prinzipiell charakterisieren, wie diese Willensübungen nach einem ganz bestimmten Ziele hinlaufen. Man möchte sagen: So wenig berechtigt es ist, zum gewöhnlichen Denken zu sagen: «Ich denke», so klar müsste es auf der anderen Seite sein, dass der Mensch seinem eigenen Wollen, insofern dieses in das Handeln, in die Tat ausfließt, wie einem recht Unbekannten gegenübersteht. Nehmen Sie nur das einfachste Wollen, zum Beispiel das Aufheben eines Armes oder einer Hand: Zunächst haben Sie den Gedanken des Arm- oder Handaufhebens. Dieser Gedanke ist allerdings klar im Bewusstsein. Dann aber kommt das gänzlich Unbestimmte, wie das, was im Bewusstsein als Zielgedanke der Handlung erlebt wird, hinunterströmt in den physischen Organismus und dort als Willensimpuls sich geltend macht. Denn Sie sehen zuletzt wieder nur das Ergebnis dieses Willensimpulses: die gehobene Hand, den erhobenen Arm. Anfang und Ende des ganzen Vorganges sehen wir, die Mitte hüllt sich in vollständiges Dunkel.

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