Anthroposophie und die Rätsel der Seele

GA 80a/1922-01-26/p029 ·1922-01-26 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Während man sonst zum Beispiel die Reihenfolge der äußeren Tatsachen so vorstellt, wie sie aufeinander folgen, beginnt man nun übungsgemäß damit, dass man diesen Verlauf rückwärts vorstellt, sodass man zum Beispiel eine Melodie rückwärts empfindet oder ein fünfaktiges Drama in kleinen Partien rückwärts vorstellt, den fünften Akt zuerst bis zum ersten Akt hin, oder, wie es besonders fruchtbar sein kann für jeden, dass man des Abends den Ablauf seines Tageslebens rückwärts verlaufend sich vorstellt in bildmäßiger Weise, sodass man, wenn man eine Treppe hinuntergegangen ist, die Treppe von unten nach oben, von der untersten Stufe bis zur obersten geht. Das bewirkt, dass der Wille, der in den Gedanken lebt, sich losreißt von der äußeren Tatsachenwelt und auch von dem eigenen physischen Innern des Menschen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/80a/1922-01-26/p029.json
Cite: GA 80a/1922-01-26/p029 · edition original