Anthroposophie und Geisteserkenntnis

GA 80a/1922-05-16/p024 ·1922-05-16 · original (original)
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Alles dasjenige, was ich Ihnen im vorigen Vortrage hier geschildert habe, und was ich in meinen Büchern schildere, das sind nun Prozesse, die nicht im Atmen, die nicht in dieser Weise in der Leiblichkeit vollzogen werden, sondern die im Gedankenleben selber, im inneren Seelenleben vollzogen werden durch eine besondere Ausbildung des Meditierens, durch eine besondere Ausbildung der Gedankenkonzentration, der Kontemplation. Durch Übungen, die in einer Regelung des Denkens selbst vollzogen werden, werden die heutigen Übungen, die in die höhere Welt hinaufführen sollen, gemacht. Der altindische Yogi regelte sein Atmen, wir regeln direkt unser gewöhnliches Denken, wir bringen einen anderen Rhythmus, eine andere innere Gesetzmäßigkeit in Meditation und Konzentration in das Denken hinein. Wir wenden uns nicht auf dem Umwege durch das Atmen zu einer Umgestaltung unseres Denkens, wir gehen direkt auf das Denken los. Ich kann natürlich auch jetzt nicht alle die Übungen, die Sie in den genannten Büchern «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» und in der «Geheimwissenschaft» nachlesen können, wiederholen, ich kann nur Prinzipielles in dieser Weise andeuten.

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