8. Die Erkenntnis des Geistigen Wesens der Welt

GA 80c/1922-11-03/p032 ·1922-11-03 · original (original)
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Wenn man will, kann man diese Bildhaftigkeit, die man jetzt erlebt, vergleichen mit dem Träumen. Nur dass man beim Träumen immer weiß: Man lehnt sich an an seine Körperlichkeit. Man erlebt innere körperliche Zustände im Träumen, oder man erlebt Reminiszenzen, Erinnerungen aus dem irdischen Dasein. Jetzt aber hat man Bilder vor sich durch die Errungenschaft des Meditierens, die äußerlich angeschaut wie webende Träume sind, von denen man aber weiß: Man hat sie nicht wie die gewöhnlichen Träume anzuschauen, sondern wie die gewöhnlichen Sinneswahrnehmungen. Wie man durch eine Sinneswahrnehmung weiß, dahinter ist ein Ding, so weiß man jetzt, wo man sich in voll wachem Zustande — nicht im Traumbewusstsein, sondern im voll wachen Zustande die Möglichkeit geschaffen hat, in einer Denktätigkeit, die zu gleicher Zeit bildformende Tätigkeit ist —, in einem solchen Zustande sich befindet, jetzt weiß man: Wie sonst hinter dem, was deine Augen wahrnehmen, was deine Ohren hören, äußerlich sinnlich-physische Dinge sind, so sind jetzt hinter deinen Bildern, die du auf diese Weise erlebst, geistige Realitäten. Man steht noch nicht in der geistigen Welt drinnen, aber man weiß, hinter diesen Bildern ist eine geistige Welt. Man weiß nur, man ist selbst außerhalb seines Leibes, und man ist real, man ist ein Wesen, man hat ein Sein. Und man weiß, man ist ausgefüllt mit einer Bilderwelt.

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