7. Über das Totenbuch
Als Schelling aus seiner Jugend in ein späteres Alter überging, da unterschied er die Lehren seiner Jugend, die das Geistvollste und Tiefsinnigste ausdrücken. Diese Philosophie seiner Jugend drückt er später aus als eine niedere Weihe gegenüber seiner späteren, weil ihm aufgegangen ist die Höhe jenes Schauens, in der er erkennt, dass es abgrundartige Tiefen gibt, die nie [mit den gewöhnlichen Denkkräften] erreicht werden können. Das Innewerden gewisser geistiger Kräfte, um diese Welt zu umspannen, das bezeichnet er als [höhere] Weihe. Diesen Glauben gegenüber der niederen Weihe überhaupt zu verlieren und zu glauben und zu erleben die Allgewalt der unendlichen Tiefe, welche für uns verloren gegangen ist, ist die unendliche Liebe, in die das göttliche Prinzip ausgeflossen ist und durch dieses Unendliche wiedergefunden werden kann. Das bezeichnet er als die «höhere Weihe.