8. Der Herakles-Mythos

GA 87/1901-12-28/p035 ·1901-12-28 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

11 b: «Der Äpfel der Hesperidens hatte er sich zu bemächtigen. Sie waren das Brautgeschenk der Hera, [welche Gaea der Hera bei ihrer Vermählung geschenkt hatte,] das Symbol der Erkenntnis selbst. Herakles muss es sich erst aus dem Garten der Hera hervorholen, [wo sie von vier Jungfrauen, den Hesperiden, und dem Drachen Ladon, einem Abkömmling des Phorkys und der Keto, bewacht wurden]. 11 c: Auf diesem Wege befreit er den Prometheus und 11 d überwindet noch den Antaios, jene Riesengestalt, welche aus der Erde immer neue Kraft saugt, die nur die Erde zu berühren brauchte, um neue Kraft, Naturkraft zu erhalten. Erst nachdem Herakles diese schier unüberwindlichen Naturproben bestanden hat, kann er die Äpfel der Hesperiden holen. Die [Überwindung der] Naturkraft ist noch nicht etwas Bleibendes. Er muss auf dieser Stufe erst recht klar sein, dass diese Erkenntnis fortwährend erneuert werden muss. Diese Prüfung muss immer von Neuem vollzogen werden. Das Einzige, was erreicht werden kann, ist das, dass der Antaios immer von Neuem bekämpft werden muss. Der wird immer bei der Berührung der Erde neue Kraft gewinnen. Es ist also ein fortwährender Kampf.

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Cite: GA 87/1901-12-28/p035 · edition original