17. Der Christusgedanke im ägyptischen Geistesleben
Diese Anschauung von der Nichtigkeit, von der bloßen Scheinbarkeit der Welt zu begreifen, das war mit eine derjenigen Erkenntnisse, welche den Initiierten in lebendiger Art und Weise beigebracht werden sollte. Dasjenige, was in grober, derber Weise zu sehen war, das sollte er nicht sehen. Dasjenige, was die [nicht-initiierten] Menschen aber nicht sehen, das sollte er sehen. Da, wo zurückgegangen wird auf die mystischen Quellen, sei es in den alten Veden oder in der Genesis, überall da, wo ein tieferes Verständnis vorhanden ist, da ist auch die Anschauung vorhanden, dass wir es zu tun haben — wie im Indischen - mit einer bloßen Fata Morgana. [Und diese kann nur dadurch werden], was sie werden muss, wenn die Gottheit in ihrer Gestalt erscheint und wenn der Mensch nicht nur dazu beiträgt, Erkenntnisse in die Welt zu bringen, sondern auch die Materie mit Geist zu durchdringen, damit nicht nur der Geist lebendig wird, sondern dass auch die Materie mit dem Geist zugleich lebendig wird.