XXX. Folgende Runden
Auf der einen Seite ist nun Geburt und Tod und damit Zweigeschlechtlichkeit. Vor der vierten Runde ist ein zweigeschlechtliches Tiergeschlecht nicht vorhanden gewesen. Erst wenn Manas einzieht in das Nervensystem, entzieht es den Hüllen die Kraft, ein Gleichmäßiges hervorzubringen. Sie müssen erst angeregt werden. Was die Sexualität bietet ist von außen das, was früher von innen gewesen ist. Die kombinierende Verstandestätigkeit ersetzt das frühere produktive Aus-sich-heraus-Schaffen, Manas entzieht die Eingeschlechtlichkeit. Eingeschlechtliche Tiere haben bis jetzt keinen manasischen Funken. Der Mensch hat, indem er das Tiergeschlecht heraussetzte [Lücke in der Mitschrift], gab ihm als Dankesgeschenk die Zweigeschlechtlichkeit. Das Manasische will nach außen wirken -, daher war in der dritten Runde das Menschengeschlecht stumm, und es ist noch Tier; erst das den Übergang bildende Tier wird tönend. Stimme und Sexualität sind zwei Pole, die eng zusammenhängen. Immer höher und höher wird sich in der vierten Runde die Sprache entwickeln -, immer tiefer und tiefer zu führen ist die Gefahr der Sexualität.
Cite:
GA 90a/1904-06-15/p004 · edition original