XLV. Okkulte Forschung über die Evangelien
Diese drei Gruppen waren es, zu denen er gesprochen hatte. Diese müssen im Sinne der Geheimsprache eine ganz bestimmte Bezeichnung haben. Die Zeit und das Volk, in die der Initiierte hineingeboren wird, die nennt er seine «Mutter». Mutter nennt er also das jüdische Volk. Wenn Jesus von «Mutter in Galiläa» gesprochen hat, so ist das jüdische Volk damit gemeint: Ihm zeigt er das Wasser des Alten Testamentes und den Wein des Neuen. Die Seelen, in die man eine Lehre legt, werden durch weibliche Persönlichkeiten dargestellt. Diejenigen, die ihm nahestanden, werden repräsentiert durch Maria, des Kleophas Weib. Diese hingen an Jesu wegen der persönlichen Beziehung. Die dritte Gruppe waren Personen, die Beweise brauchten. Jetzt wissen wir, dass Jesus einem anderen die Sendung aufgetragen hat, sich des judenchristlichen Volkes anzunehmen. Jetzt wissen wir, warum er zu der Mutter, dem Judenchristentum, sagt: Das ist dein Sohn! Das ist derjenige, der den christlichen Fortschritt zu tragen hat, das ist der Jünger, den er liebhat. Und jetzt wissen wir, dass der Jünger die Aufgabe aufnahm. Das bezieht sich auf die Worte: Und von der Stunde an nahm er die Mutter zu sich. Das heißt, er war derjenige, der aus dem Judentum das Christentum entwickeln sollte.
Cite:
GA 90a/1904-07-18/p025 · edition original