XXV. Über die Bedeutung der Katholischen Messe im Sinne der Mystik
Dieser Vorgang war die dritte Stufe der Mysterien, die ‹Verwandlung› des Menschen in seine astrale Gestalt. Dann war der Geheimschüler sich darüber klar geworden: So, wie du den Osiris gesehen hast, so warst du auch einmal; du bist astralisch gewesen und dann physisch geworden; ein zweites Mal sollst du dir vornehmen, verkörpert zu werden. Durch freien Entschluss sollte die Seele wieder zurückkehren in den physischen Leib. Wenn er wieder herausging aus den Mysterien, sollte er den physischen Leib bewusst an sich tragen. Jetzt bekam er auch einen neuen Namen. Er verspürte ihn als seinen urewigen Namen. Jeder von uns hat einen solchen Namen, den er in allen seinen Inkarnationen trägt. Diesen ewigen Namen trug der Eingeweihte. Er war freiwillig inkarniert in seinem Leib. Der Mensch spricht jetzt Ich zu seinem eigenen Leibe. Der aber eingeweiht war, der wusste, dass er nicht dasselbe ist wie sein Leib. Er trägt seinen Leib auf dem Rücken. Ein solcher ist in seinem Leibe gekreuzigt, er ist der in der Materie Gekreuzigte. Jetzt tritt er hinaus und tut das alles bewusst, was er früher unbewusst getan hatte. Diese Vereinigung mit dem Leibe nannte man ‹Communio›, den vierten Vorgang in den Mysterien. Derjenige, der auf diese Weise verwandelt und mit seinem Leibe wieder vereinigt ist, der war erst ein wirklicher Eingeweihter.
Cite:
GA 90b/1905-03-17/p010 · edition original