XVII. Das Verhältnis des Okkultismus zur theosophischen Bewegung
Wir stehen innerhalb der großen Wurzelrasse der Menschheit, welche diese Erde bevölkert. Seitdem aus den Fluten des Meeres emporgestiegen ist der Boden, den wir heute bewohnen, seitdem die atlantische Rasse allmählich zu verschwinden begonnen hat, seitdem ist die große arische Wurzelrasse diejenige, welche herrschend ist auf der Erde. Wenn wir uns selbst betrachten, so sind wir hier in Europa die fünfte Unterrasse der großen arischen Wurzelrasse. Die erste Unterrasse lebte in urferner Vergangenheit im alten Indien. Und die heutigen Inder sind Nachkommen jener ersten Unterrasse, deren Geistesleben noch vorhanden ist in den uralten Veden der Inder. Die Veden sind indessen nur Nachklänge der alten Rishi-Kultur. Damals ist ja noch keine Schrift dagewesen; da gab es nur Tradition. Dann kamen die zweite, die dritte und die vierte Unterrasse. Die vierte Unterrasse hat das Christentum aufgenommen. Dann sehen wir, dass um die Mitte des Mittelalters die fünfte Unterrasse sich gebildet hat, zu der wir und die angrenzenden Völker gehören. Die alten Inder der ersten Unterrasse lebten unter anderen Bedingungen als wir und waren im Grunde genommen auch anders organisiert. Selbst die heutigen Nachkommen, die heutigen Inder, sind wesentlich anders organisiert als unsere europäischen Völker. Wer als Okkultist die Unterschiede untersucht, der findet, dass im alten indischen Volke der Ätherkörper viel weniger an den physischen Körper gefesselt ist, sich nicht so dicht in den physischen Körper hineinversenkt hat, sondern dass er viel leichter vom Astralkörper zu beeinflussen ist.
Cite:
GA 90b/1905-10-22/p019 · edition original