XVII. Das Verhältnis des Okkultismus zur theosophischen Bewegung
Schon das, was in den heutigen Elementarschulen gelehrt wird, würde uns hinwegführen von dem Geistigen, wenn nicht von einer anderen Seite her okkulte Hintergründe dazu träten. In früheren Zeiten wusste der Schüler, dass hinter dem, was er in der Schule und der Gelehrtenwelt als Lehrstoff erhielt, noch etwas Höheres ist, und dass er selbst vielleicht einst zu diesem höheren Wissen würde kommen können. Er wusste, dass er ein Glied ist innerhalb eines geistigen Organismus; heute nimmt man in der demokratischen Welt viele Begriffe auf, die nicht zu solcher Einsicht führen. Es musste dem Bau des äußeren demokratischen Wissens gleichsam die Spitze der Pyramide hinzugefügt werden. Das elementare Wissen von den in der Welt verborgenen Kräften war nun gegeben worden. Es fehlte noch die zu einer geistigen Weltanschauung führende Spitze. Um diese zu geben, musste eine weltumfassende Bewegung begründet werden. Die theosophische Bewegung war als eine solche gedacht. Daher entschloss man sich in gewissen Brüderschaften, als die Popularisierung der bisher verborgenen Weistümer immer weiter und weiter vor sich gegangen war, der Welt so viel von den hinter ihr stehenden Geheimnissen mitzuteilen, als nötig war, um das Wissen der äußeren Welt mit dem umfassenden okkulten Wissen der Brüderschaften in Einklang zu bringen.
Cite:
GA 90b/1905-10-22/p023 · edition original