XX. Erkenntnis der höheren Welten I
Was ich Ihnen nun sage, ist eine Versinnbildlichung dessen, was in allen Schulen gesagt worden ist. Ich spreche zu Ihnen, Sie hören mich dadurch, dass ich imstande bin, die Luft in Schwingungen zu versetzen in ganz bestimmte Formen, welche ein richtiges Abbild meiner Worte und Laute sind. Nun wissen Sie, dass man alle luftförmigen Dinge flüssig machen kann. Nun denken Sie, es könnte jemand in dem Moment die Luft festmachen, in dem ich etwas ausspreche, dann würden meine Worte herunterfallen wie Schneekristalle. So stellte sich mit Recht der Mensch, der tiefer hineinsah, überhaupt die Welt vor. So sprach einstmals die Weltenseele die Urworte hinein in einen unendlich feinen Stoff, in die Akasha-Materie. Alles, was hier auf Erde ist, ist heruntergefallene Akasha-Materie. Der Kristall ist das verdichtete Wort der Urseele. Alles um uns herum ist das starr gewordene Wort der Urseele. Wenn der Mensch zur intuitiven Erkenntnis aufsteigt, dann hört er die Worte, die einstmals die Urseele gesprochen hat.
Cite:
GA 90b/1905-12-11/p018 · edition original