XXI. Erkenntnis Der Höheren Welten II
Dann muss durch eine Übung die Illumination angeregt werden. Erkennen, dass man da etwas erreicht hat, kann man dadurch, das man bemerkt, dass die Träume aufhören, einen chaotischen Charakter zu haben. Man muss aufmerken, dass die Traumwelt ruhig verläuft und stetig. Bei den gewöhnlichen Menschen ist die Traumwelt gewöhnlich so, dass er Reminiszenzen hat, oder dass er die Stimmungen des äußeren Lebens im Traum erlebt. Wenn er also meditiert, dann fängt die Traumwelt an, einen regelmäßigen Charakter zu erhalten. Er bekommt dann die Dinge zu wissen, die er nicht kennt. Träume sprechen zunächst in Symbolen. Dies muss gefühlt werden. Aber da geht der Mensch meist zu weit. Er versucht, diese Traumbilder zu deuten. Man soll sie aber nicht verstandesmäßig deuten. Auf diese Tatsache bezieht sich auch die Sage vom Schatz-Graben. Die sagt, dass, wenn man einen Schatz gräbt, man nicht sprechen darf, sonst kann er nicht heraus. Auch wenn man innerlich etwas ausspricht, also deutelt, so ist das schon eine Gefahr. Nur mit dem kann man sprechen, der eine genaue Erfahrung über diese Sache hat. Deutelt man aber, so fängt der Verstand an, wie versengend, wie abbrennend auf das feine geistige Leben zu wirken.
Cite:
GA 90b/1905-12-18/p019 · edition original