XXI. Erkenntnis Der Höheren Welten II

GA 90b/1905-12-18/p020 ·1905-12-18 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1905–1906 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1905-1906, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90b); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

Man soll ganz intim die Träume erleben, sie behandeln wie ganz zarte Dinge, denen man sich ahnend hingibt, und nicht gleich in scharfen, groben Verstandeslinien die Dinge deuten. Das muss man aus dem Grunde tun, weil die Traumbilder, wenn sie auftreten mit Wirklichkeitswert, dann einen so reichen und umfassenden Wirklichkeitswert haben, dass die gewöhnlichen Verstandeskräfte nicht ausreichen, sie zu erfassen. Sie vernichten sich das innere Leben, wenn sie mit dem äußeren Verstande an die spinnengewebefeinen inneren Gebilde herangehen. So ist dieses wunderbare Leben zunächst, so beginnen die inneren Illuminationen, und bald werden Sie gewahr, dass sich eine neue Welt darin erschließt. Sie lernen dadurch etwas kennen, was ganz anders ist als diese gewöhnliche, materielle Welt rings um Sie herum.

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