Richard Wagner und sein Verhältnis zur Mystik

GA 92/1907-12-02/p008 ·1907-12-02 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Sechzehn Vorträge, gehalten in Berlin, Köln und Nürnberg in den Jahren 1904, 1905 und 1907 (Hörernotizen)» (Sixteen lectures, given in Berlin, Cologne and Nuremberg in 1904, 1905 and 1907 (listeners' notes)). The volume's subtitle as given in the publisher's description, mirrored on AnthroWiki (GA 92); the 2022 catalogue's subtitle omits it. The translation is the maintainer's, not a published one.

Öfter schon ist ausgesprochen worden, daß wir umgeben sind von Welten geistiger Art, die wir nur zunächst nicht sehen können, so wie der Blinde umgeben ist von der Welt der Farbe, die er nicht sieht. Wenn seine Augen operiert werden, so dringen Glanz und Farbe und Licht an ihn heran, die ihm zuvor nicht zugänglich waren. Solch eine Eröffnung eines geistigen Sehvermögens gibt es. Nur darauf kommt es an, daß man die höheren Sinne öffnet, dann tritt die höhere Welt aus dem Dunkel heraus; und wir bezeichnen die nächste der uns umgebenden Welten als Lichtwelt oder Astralwelt, und die noch höhere als die eigentliche geistige Welt der Sphärenklänge. Das ist eine wahre Wirklichkeit, zu der der Mensch geboren werden kann in einer Art von höherer Geburt, so wie der Blindgeborene sehend werden kann, wenn er operiert wird.

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