Richard Wagner und sein Verhältnis zur Mystik
Nicht eine Theorie sollen wir in der Geisteswissenschaft empfangen, sondern etwas, was unmittelbares Leben wird. In diesem Sinn empfand Richard Wagner klar seine Sendung, so klar, so mystisch, daß er sich sagen konnte: Eine solche Kunst, wie sie in mir als Ideal lebt, muß wieder ein göttlicher Dienst sein. - Er hat empfunden wiederum das Zusammenfließen der drei Strömungen und wollte selbst ein Sendbote des Zusammenwirkens sein. Aus seiner mystischen Erkenntnis geht das hervor, was doch als mystisch-klares Fühlen in allen großen Meistern gelebt hat und was wir empfinden, wenn wir die großen Meister in ein Verhältnis bringen mit und zu der Mystik. Goethe hat es empfunden. Dann wird der Mensch wieder gesund, fühlt etwas von dem, wodurch er sein Selbst überwindet, wenn er das durchlebt, was in den «Geheimnissen» steht: