1. Pfingsten, das Fest der Befreiung des Menschengeistes

GA 93/1904-05-23/p011 ·1904-05-23 · original (original)
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Von diesen zwei Strömungen möchte ich behaupten, daß sie auf zwei wichtige, zwei große spirituelle Intuitionen hindeuten, die ihnen zugrunde liegen. Die eine ist am reinsten aufgegangen den uralten Rishis. Ihnen ging auf die Intuition höhergearteter Wesen: der sogenannten Devas. Wer eine okkulte Schulung durchgemacht hat, wer forschen kann auf diesem Gebiete, der weiß, was Devas sind. Diese rein spirituellen Wesenheiten, die im Astral- und Mentalraum leben, haben eine zweifache Natur, während die Menschen eine dreifache Natur haben. Denn der Mensch besteht aus Leib, Seele und Geist. Die Devanatur aber besteht - soweit wir sie verfolgen können - nur aus Seele und Geist. Sie mag noch andere Glieder haben, aber wir können sie selbst mit okkulter Schulung nicht verfolgen. Ein Deva hat in seinem Inneren unmittelbar den Geist. Der Deva ist ein seelenbegabter Geist. Was Sie beim Menschen nicht sehen können, nämlich die Begierden, Triebe, Leidenschaften und Wünsche, die in ihm leben, die aber für den, der seine spirituellen Sinne erschlossen hat, wahrnehmbar sind als Lichterscheinungen, diese Seelenkräfte, dieser Seelenleib des Menschen, der für den Menschen sein Inneres ist und getragen wird von unserem physischen Leib, das ist der unterste Leib der Devas. Wir können ihn als ihren Körper ansehen. Die indische Intuition ging vorzugsweise auf die Verehrung dieser Devas. Der Inder sieht diese Devas überall. Er sieht sie als die schaffenden Kräfte, wenn er hinter die Kulissen unserer Welterscheinungen blickt. Diese Intuition liegt dem südlichen Weltanschauungsgürtel zugrunde. In der Weltanschauung Ägyptens kommt sie groß und gewaltig zum Ausdruck.

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