XVII

GA 93a/1905-10-12/p007 ·1905-10-12 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einem esoterischen Lehrgang» (Notes from an esoteric course). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Der Mensch formt in der Regel bloß Gedanken. Der sich höher entwickelnde Mensch muß in Bildern denken, das heißt «imaginieren». In dem Ausdrucke liegt schon, um was es sich handelt: durch eine gewisse Macht einer Sache etwas einprägen (imaginieren). In der Phantasie, beim Dichter und Künstler, finden wir nur ein ganz schwaches Abbild von der Imagination. Wenn der Mensch, der sich so höher zu entwickeln sucht, spricht, wird er bei besonderen Anlässen versuchen, bei seinem Sprechen das Gegenbild vor sich zu haben, die Imago. Daher die großen, gewaltigen Bilder in den religiösen Schriften. Wer sich aufschwingt zu diesem Erzeugen von Bildern, der hat die Stufe der geistigen Wesenheiten, die rassenschaffend sind, erreicht. Derjenige der nicht nur Bilder in sich entwickelt, sondern Intuitionen, der ist nicht nur rassenschaffend, sondern ist mitschaffend an dem nächsten planetarischen Dasein. In den Bildern wird nachklingen, was dann auf der Erde verwirklicht ist, aber wer aus der Intuition schafft, der schafft etwas, das noch gar nicht ist, was nirgends verwirklicht ist, das heißt der schafft aus dem Nirvana heraus. Das ist der Begriff einer jeden Apokalypse: Was erst in der Zukunft wirklich sein wird, das kann man nur aus der Intuition heraus schaffen.

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