XXI

GA 93a/1905-10-19/p014 ·1905-10-19 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einem esoterischen Lehrgang» (Notes from an esoteric course). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Das Gefühl hat sein Gegenbild auf dem unteren Devachanplan. Auf die Pflanze hat der Mensch keinen Einfluß, wenn er nicht die Jogakräfte ausgebildet hat, aber auf die Mitmenschen können wir belebend wirken durch ein warmes Gefühl. Namentlich ein Erzieher von Kindern kann das beobachten. Wenn man in einer Unterrichtsstunde mit warmer Anteilnahme einem Kinde gegenübersteht, dann weiß man, welche belebende Kraft da das Gefühl hat. Auch sonst kann man vieles als eine Wirkung des Gefühls in der Welt beobachten. Da wo ein Anfang gemacht wird mit dem Wachstum, da wird auch das Gefühl in Anspruch genommen. Durch die Kunst wird ein Anfang zum Wachstum bei den Menschen gemacht. Der Künstler hat wenigstens den Anfang dessen in sich, was organisierende Kraft ist; wenigstens ein hochstehender Künstler, zum Beispiel der Schöpfer des Zeuskopfes. Es ist das künstlerische Schaffen im Zusammenhang mit den menschlichen Gefühlen etwas, das, wenn es höher gesteigert wäre, es möglich machen würde, Pflanzen wachsen zu lassen. Man sollte in der Theosophie wieder einen Anlaß geben zum Verständnis alles wahrhaft Künstlerischen, da wo es als Weltkulturbegriff im reinsten, edelsten Sinne erfaßt wird.

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