Vierzehnter Vortrag
Wenn nun heute ganz bestimmte böse Willensimpulse zusammenwirken, dann wirken sie auf die Feuerschicht, und es kann dann sein, daß sich die Erschütterung der Feuerschicht fortsetzt auf die Wasserschicht, und durch die anderen Schichten hindurch, bis zur obersten. Dadurch kommen Erdbeben, Vulkaneruptionen, Seebeben und so weiter zum Ausbruch. Wenn die Menschheit dafür sorgt, daß es auf Erden moralisch besser wird, wird es auch langsam besser werden in bezug auf die Erdkatastrophen. Mit dem Fortschritt der Menschheit hängen die Fortschritte des Erdenplaneten zusammen; was uns das Erdinnere zeigt, ist nur ein Beispiel dafür. Man hat untersucht, in welcher Beziehung das Karma des einzelnen Menschen zum Karma der Gesamtheit steht, hat erforscht, wie sein zukünftiges Schicksal verlaufen könnte, und gefunden, daß solche Menschen [die durch ein Erdbeben umkommen] gewöhnlich in der nächsten Verkörperung als besonders spirituelle Persönlichkeiten auftreten, oder wenigstens die Anlage zu spirituellem Leben mitbringen. Sie haben die Nichtigkeit des Materiellen eindringlich und rasch erfahren, es war der letzte Ruck, den sie noch brauchten, um sich dem Geist zuzuwenden. Ähnlich hat der Feuertod der Märtyrer in der nächsten Inkarnation besonderen Idealismus zur Folge. Interessant sind auch die Zusammenhänge zwischen Geburten und Erdbeben. In den meisten Fällen findet sich, daß die Menschen, die unmittelbar nach der Zeit eines Erdbebens geboren werden, sich als besonders materiell gesinnte Menschen erweisen. Die Kraft, durch die der Mensch aus dem Devachan wiederum herunterkommt, hat etwas zu tun mit der Feuerschicht. Der Mensch bringt die Feuerschicht insofern in Bewegung, als sein ihn zur Verkörperung führender Wille bei seiner Geburt besonders niederer, sinnlicher Art ist. Die Erde war im Beginne ihrer EntwickeJung ein Wesen, das einer Umwandlung fähig ist, und dementsprechend ist es das Menschentum. Der Mensch hat der Erde Schicksal an sein eigenes gebunden. Sie können sich denken, wie im Hinblick darauf das Verantwortungsgefühl des Okkultisten wächst in bezug auf die geistigen Strömungen, die in die Menschheit gebracht werden. Die theosophische Bewegung steht in Beziehung zu einem ganz bestimmten Ziel der Erdenentwickelung. Sie hat die allgemeine Menschenverbrüderung zu bringen. Ihr Ziel soll deshalb sein: den Erdenzersplitterer, die achte Schicht, zu verbessern; es erstrebt, vom Erdenzentrum zu retten, was zu retten ist. Hier gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein. Selbst die kleinste Wirkung geht nicht verloren. Der Mensch, der danach strebt, seine Seele umzuwandeln, so daß die Kraft, die aus dem Okkultismus herauskommt, wirksam wird, der wirkt an diesem Werke mit und wird dann auch das alltägliche Leben ganz anders nehmen. Das wahre Studium des Okkultismus besteht darin, daß der Geistesschüler erkennend eindringt in das gewöhnliche, natürliche Leben. Der Okkultismus kann auf allen Gebieten fruchtbar werden und segensreich wirken. Jede Seele muß und wird schließlich zur Wahrheit gelangen. Und so vertraut der Okkultismus auf das Echo, das er in den Seelen finden wird.