Zweiter Vortrag
Auf der dritten Stufe erreicht der Mensch das höchste uns vorläufig erreichbare Prinzip. Er ist imstande, bis in seinen physischen Leib hinunterzuwirken. Damit kommt er über den Grad des Chela hinaus und wird «Meister». Wenn auf der zweiten Stufe Budhi seinen Ätherleib durchglüht, so bekommt der Mensch, außer moralischen Grundsätzen, seinen Charakter in seine Gewalt. Sein Temperament, seine Gedächtniskraft, seine Gewohnheiten kann er ändern. Der heutige Mensch beherrscht alles dieses nur ganz unvollkommen. Um die Aufgabe des Chela zu begreifen, vergleichen Sie sich, so wie Sie gegenwärtig sind, mit sich, als Sie zehn Jahre alt waren. Wie viel haben Sie seitdem an Kenntnissen hinzugelernt, und wie wenig hat Ihr Charakter sich geändert! Der Inhalt der Seele hat sich ganz gründlich geändert, die Gewohnheiten und Neigungen aber nur sehr gering. Wer als Kind Jähzornig, vergeßlich, neidisch, unaufmerksam war, der ist es oft auch noch als Erwachsener. Wie sehr haben sich unsere Vorstellungen und Gedanken, wie sehr wenig unsere Gewohnheiten geändert! Das gibt Ihnen einen Anhalt, um abzuschätzen, wie viel zäher, fester, schwerer bildsam der Ätherleib gegenüber dem Astralleib ist. Umgekehrt, wie viel fruchtbarer und folgenreicher eine am Ätherleib erzielte Verbesserung!