Über die Beziehung des Menschen zu der Ihn Umgebenden Welt
Nun besteht ein gewisser Gegensatz, der nicht wie eine Opposition aufzufassen ist, zwischen den geistigen Wesenheiten in der Sonne und denen im Monde. Erde, Sonne und Mond gehören zusammen. In einer urfernen Vergangenheit, da waren sie ein Körper. Da hat sich die Sonne herausgelöst aus der Erde, das heißt aus der Vereinigung von heutiger Erde und heutigem Mond. Warum ist das geschehen? Wir können die verschiedensten Gründe anführen. Aber wir wollen heute von den vielen Gründen nur einen anführen. Damals, als die Sonne sich herauslöste aus der Erde, da gingen mit der Sonne all die Wesen mit, welche höhere Naturen waren als das, was zurückblieb. Denn die Sonne kann der Schauplatz sein viel höherer geistiger Wesenheiten, als der Mensch ist. Wesenheiten, die weit, weit über dem Menschen stehen, gingen als Sonnengeister mit, und ihr Schauplatz wurde die Sonne, so daß, wenn wir mit dem okkultistisch geschulten Auge in die Sonne sehen, wir dann die physische Sonne als Leib, als Schauplatz und Wohnplatz erhabener Geister, der Sonnengeister, sehen, die eine Weile ihre Entwickelung auf demselben Körper fortsetzen konnten, auf dem wir heute auch leben, die sich aber trennen mußten, indem sie die feinsten Stoffe herausnahmen, um ihre Entwickelung in entsprechender Weise fortzusetzen. Einer trennte sich los von diesen Sonnengeistern, der eine besondere Aufgabe erhielt. Er blieb noch mit der Erde verbunden. Und später ging auch der Mond heraus; die Erde wurde selbständig. Und dieser eine, der sozusagen Sonnengeist war, aber zunächst eine vorläufig andere Aufgabe bekommen hatte, nicht eine von der Sonne aus, dieser eine Geist ist Jahve oder Jehova als kosmische Intelligenz. Diese eine Individualität ging mit dem Monde, so daß, als die Erde losgespalten war, wir in der Sonne eine Art von hohen Sonnengeistern und im Monde Jehova haben. Mit dem Licht, das von Sonne und Mond kommt, strahlen auch zu gleicher Zeit die Seelen- und Geisteskräfte dieser Wesenheiten auf die Erde. Und der Mensch hätte sich nicht entwickeln können, so wie er sich entwickelt hat, unter dem Einflusse nur einer dieser Wesenheiten. Das muß so geschehen, wie es geschehen ist.
Cite:
GA 98/man_and_the_surrounding_world/p019 · edition original