Die Elementarreiche, ihre Wesensarten und ihre Wirkungen
Betrachten wir hier auf der Erde einen Bergkristall: sieht man von ihm weg, so ist dort in der Astralwelt der Ätherleib, der den physischen Leib belebt. Aber Sie würden dort nicht wahrnehmen können, daß dem Mineral irgend etwas wehe tut, wenn Sie ihm etwas zufügen. Im Devachan erst finden Sie Lust und Freude, Leid und Schmerz des Minerals, aber ganz anders, als man es sich gewöhnlich vorstellt. Das Schmerzempfinden des Minerals ist nicht so wie bei den Tieren; man muß sich nicht vorstellen, daß das Mineral Schmerz fühlt, wenn man es zerhämmert und zerschlägt. Wenn in einem Steinbruche die Arbeiter die Mineralien zersplittern, sie scheinbar schädigen, so ist das im Devachan geradezu ein Wohlgefühl, ein Wollustgefühl für die Mineralien. Es ist für sie also gerade umgekehrt wie im Menschen- und Tierreich. Wenn Sie auf den Devachanplan kommen, so können Sie dort den Geistern der Mineralien begegnen. Doch gehört da zu einer mineralischen Persönlichkeit nicht nur ein Mineral, sondern ein ganzes System, wie auch Ihre einzelnen Fingernägel keine besonderen Seelen haben. Wenn jemand sich vorstellen wollte, daß alles Astrale auf dem Astralplan sein müßte, so wäre er auf dem Irrweg. Es liegt so nahe, das Astrale immer auf dem Astralplan zu suchen; es ist aber wohl zu unterscheiden zwischen der inneren Natur einer Wesenheit und der Umgebung, in der sie lebt. Gerade wie Ihr Ich keine physische Natur hat und doch auf dem physischen Plane lebt, so lebt der Astralleib des Minerals nicht auf dem Astralplan, sondern in dem niederen Devachan. Wir dürfen die Begriffe nicht schematisch nehmen, sondern wir müssen uns durcharbeiten zu der genaueren Bestimmung der Dinge.
Cite:
GA 98/the_elemental_kingdoms_of_nature/p006 · edition original