Die Prüfung der Seele — Personen, Gestalten und Vorgänge
GA 14
Die geistigen und seelischen Erlebnisse der Menschen, welche in dieser «Prüfung der Seele» gebildet sind, stellen eine Fortsetzung derjenigen dar, weiche in dem früher von mir erschienenen Lebensbilde «Die Pforte der Einweihung» vorgeführt worden sind: Professor Capesius Benedictus, Hierophant des Sonnentempels Philia "1 ^e geistigen Wesenheiten, welche die Verbindung der menschlichen Seelenkräfte mit dem Kosmos vermitteln nicht allegorisch, sondern so, wie sie für die geistige Erkenntnis Realität sind. Astrid Luna Die andre Philia die geistige Wesenheit, welche die Verbindung der Seelenkräfte mit dem Kosmos hemmt Die Stimme des Gewissens, nicht allegorisch, sondern wie sie für die geistige Erkenntnis Realität ist Maria Johannes Thomasius Doktor Strader Felix Bälde Frau Bälde Der Doppelgänger des Johannes Thomasius Lucifer Ahriman Sechs Bauern und sechs Bäuerinnen Simon, der Jude, vorige Inkarnation des Doktor Strader Thomas, vorige Inkarnation des Johannes Thomasius Ein Mönch, vorige Inkarnation Marias Der Großmeister, Oberhaupt eines Zweiges einer mystischen Brüderschaft Erster ] Präzeptor derselben Brüderschaft. Der erste Präzep- } Zweiter J tor, die vorige Inkarnation des Professors Capesius r T"3t"fF 1 1 Zeremonienmeister derselben Brüderschaft Zweiter J Der Geist des Benedictes Joseph Kühne, vorige Inkarnation des Felix Bälde Frau Kühne, vorige Inkarnation der Frau Bälde Berta, deren Tochter, vorige Inkarnation der «andren Maria» in der «Pforte der Einweihung» Cäcilia, genannt Cilli, Kühnes Pflegetochter, vorige Inkarnation der «Theodora» in der «Pforte der Einweihung» Theodosius Romanus Hierophanten des Sonnentempels Die Ereignisse des sechsten, siebenten, achten und neunten Bildes sind der Inhalt der geistigen Rückschau des Capesius in sein voriges Leben. Dieselbe Rückschau erleben (wie die Darstellung selbst zeigt) zugleich Maria und Johannes Thomasius; nicht aber Strader, dessen vorige Inkarnation nur von Capesius, Maria und Johannes geschaut wird. Die Bilder der Rückschau in das vierzehnte Jahrhundert sind als Ergebnisse der imaginativen Erkenntnis gedacht und stellen sich daher gegenüber der Geschichte als idealisierte Darstellung von Lebensverhältnissen dar, die in der physischen Welt nur durch ihre Wirkungen erkennbar sind. Die Art der Lebenswiederholung (von Vorgängen des vierzehnten Jahrhunderts in der Gegenwart) darf nicht als etwas allgemein Gültiges aufgefaßt werden, sondern als etwas, das nur an einem Zeitenwendepunkt geschehen kann. Daher sind auch Konflikte, wie sie hier dargestellt werden, als Folgen aus einem vorigen Leben nur für einen solchen Zeitabschnitt möglich.