The History of the German Section of the Theosophical Society 1902-1913
GA 250 — 20 March 1913, The Hague
51. Zu den Jüngsten Entwicklungen
Ansprachen von Rudolf Steiner vor dem Zyklus «Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst?» (GA 145)
Meine lieben theosophischen Freunde!
Zum ersten Mal sind wir hier zu einem Zyklus versammelt, nachdem diejenigen unserer Freunde, welche die gegenwärtige Lage unseres theosophischen Strebens zu erkennen vermocht haben, sich vereinigt haben mit den Mitgliedern der ehemaligen Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft, welche - man kann das Wort nicht anders prägen aus unserer Theosophischen Gesellschaft ausgeschlossen worden sind. Es ist notwendig, meine lieben Freunde, in dem Augenblicke, da ich Sie zu diesem mir ganz besonders feierlichen Zyklus begrüßen darf, einige Worte zu dieser herzlichen, theosophisch aufrichtigen Begrüßung hinzuzufügen. Es ist dieses aus dem Grunde notwendig, weil unsere Freunde vielleicht noch oftmals in der nächsten Zeit Gelegenheit haben werden, da oder dort ein Wort sprechen zu müssen über die wahre Sachlage der Ereignisse, die in der letzten Zeit sich unter uns und unseren Freunden abgespielt haben.
Wir konnten aus mancherlei Zuschriften und Äußerungen ersehen, dass man da oder dort es nicht als natürlich empfunden hat, dass wir für unsere Veranstaltungen, für unsere internen Veranstaltungen den Modus wählen mussten, die Mitglieder der Theosophischen Gesellschaft, insofern diese von Adyar aus verwaltet wird, nicht zu diesen unseren internen Veranstaltungen zuzulassen. Es hat sich gezeigt, dass man diese notwendige Maßnahme nicht überall gleich als eine solch notwendige empfunden hat, dass man an manchen Orten gemeint hat, wir hätten besser getan zur Aufrechterhaltung des Friedens oder dergleichen, diese Maßregel nicht in so strenger Weise zu ergreifen. Dennoch, meine lieben Freunde, wenn Sie alles wirklich in Anbetracht ziehen, was geschehen ist, werden Sie jedem gegenüber verteidigen können, ja verteidigen müssen, dass in dem entsprechenden ernsten Augenblicke diese Maßregel ergriffen werden musste. Sie müssen ja nur bedenken, dass die Deutsche Sektion nicht etwa, wie man es formal auslegen könnte, ausgetreten ist aus der Theosophischen Gesellschaft, sondern in aller Wirklichkeit dennoch ausgeschlossen worden ist, ausgeschlossen worden ist wiederum mit einem Grund, der formell definiert werden kann in der ganz besonderen Weise, dass man sich sogar zu sagen vermessen konnte, die Deutsche Sektion habe irgendwelche Statuten der Theosophischen Gesellschaft verletzt! Denn man wird sagen: Diese Deutsche Sektion habe die Mitglieder des Sternes vom Osten, also die Bekenner einer bestimmten Meinung, aus ihrer Körperschaft ausgeschlossen. Man muss in Erwägung ziehen, dass alles geschehen ist vorher von der anderen Seite, dass die Deutsche Sektion nicht anders konnte, als nicht die Mitglieder des Sternes des Ostens zunächst, sondern die Persönlichkeiten, die innerhalb Deutschlands als Mitglieder des Sternes des Ostens in Betracht kamen, wirklich nicht mehr zuzulassen zu den Veranstaltungen der Deutschen Sektion. Denn in dem Augenblick, als der «Stern des Ostens seinen Einzug in Deutschland hielt, stellte er sich mit ausgesprochener Absicht feindlich der Deutschen Sektion gegenüber; namentlich bemühte er sich, das System zum Ausdruck zu bringen, welches unter anderem auch wiederum in einer so — man möchte sagen - versteckt sonderbaren Art im letzten März-‹Theosophist› zum Ausdruck gekommen ist. Es bemühten sich die Persönlichkeiten, die die Flagge des Sternes des Ostens angenommen haben, unsere Arbeit vor der Welt so hinzustellen, als ob es uns jemals darauf angekommen wäre, irgendwelche spirituelle Meinung, irgendwelchen spirituellen Standpunkt aus unseren Bestrebungen auszuschließen.
Damit war ein Kardinalangriff, der durchaus nur auf objektive Unwahrheit gestützt war, gegen die Deutsche Sektion geführt. Und alle Maßnahmen, die gelinderer Natur waren, waren stumpf geblieben gegen jene Wühlarbeit, die sich immer wieder und wiederum dahin zuspitzte, vor aller Welt den ganzen Charakter unserer Bestrebungen zu verunglimpfen, sodass wir um der Möglichkeit unserer Arbeit willen gezwungen waren zu erklären, dass wir nicht zusammengehen können mit denjenigen Persönlichkeiten, die sich in Deutschland dem «Stern des Ostens» angeschlossen hatten. Ähnliche Angriffe kamen ja von Persönlichkeiten des «Sternes des Ostens auch aus dem Auslande. Die Maßregel, die dann getroffen worden ist gegen den «Stern des Ostens», war weiter nichts als eine Abwehrmaßregel, und wer sie anders hinstellt, der sagt über sie nicht das Richtige. Eine notwendige Abwehrmaßregel, herausgefordert durch die Tatsache, dass unsere Arbeit nicht nur gestört, sondern einfach unmöglich geworden wäre, wenn wir nicht zu dieser Maßregel gegriffen hätten. Unsere Arbeit kann wirklich so charakterisiert werden, dass man darauf hinweist, dass ja Logen unter uns bestanden haben, welche ganz anders gearbeitet haben als wir, dass ihnen aber kein Haar gekrümmt worden ist. Wir haben alle Logen «gechartert», welche sich auf [einen] ganz anderen Standpunkt gestellt haben, als der war, auf dem wir selber standen. Als dann aber unter ausgesprochenem Hinblick auf die Wühlarbeit des Sternes des Ostens Logen gegründet werden sollten, welche schon in ihrem Titel Angriffe trugen, nicht nur auf unsere Arbeit, sondern auf die Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit unserer theosophischen Gesinnung, dann war die Abwehrmaßregel aus dem Grunde notwendig, weil wir zu unwahren Menschen geworden wären, wenn wir solche Logen irgendwie kreiert hätten.
So waren wir in die Notwendigkeit versetzt, entweder tief innerlich unwahr zu werden oder diese Abwehrmaßregel gegenüber den Mitgliedern des Sternes des Ostens zu ergreifen. Die Taktik kann ja immer in einem sonderbaren Licht dargestellt werden, wenn man jemand zuerst zu einer Handlung zwingen will und dann diese Handlung als ungesetzmö Rig bezeichnet. Man darf sagen: Es ist eigentlich bei wenig Maßnahmen der Welt vorgekommen, dass man in einer solchen Weise sich verhalten hat; das blieb der gegenwärtigen theosophischen Gesellschaft doch in einem so hohen Grade zu tun vorbehalten.
Wenn Sie ferner die Zuschrift lesen, welche der bevorstehenden Ausschließung der Deutschen Sektion durch Misses Besant an den Generalsekretär der damaligen Sektion gerichtet worden ist, so werden Sie diese Zuschrift als nichts anderes ansehen können denn als eine wirkliche Ausschließung. Sie werden sich sagen müssen: Hätte die Deutsche Sektion das nicht so betrachtet, dann hätte sie sich auf einen unwahren Boden gestellt.
Dann müssen Sie aber bedenken, dass diesen Dingen vorangegangen ist ein Rundschreiben von meiner Seite an die Generalsekretäre, in welchem Zirkularschreiben ausführlich dargelegt war, wie die Sache eigentlich stand. Dieses Zirkularschreiben enthielt wirkliche Unterlagen für die Beurteilung der Sachlage. Man hat die betrübliche Erfahrung machen müssen, dass außer dem Generalsekretär der skandinavischen Sektion, der ja mittlerweile zurückgetreten ist, keine einzige Persönlichkeit es war in der Körperschaft der Generalsekretäre und des Generalcouncil, die sich irgendwie bereit erklärt hat, auf das einzugehen, was von mir vorgebracht war. Alles, was vonseiten der Generalsekretär kam, war so abgefasst, dass von vornherein angenommen wurde, alle die Darstellungen von Adyar seien das einzig Maßgebende, was als Unterlage zur Beurteilung der Sachlage dienen konnte. Es ist das eine betrübliche Tatsache, die sich ergab als Resultat meines damaligen Rundschreibens. Man kann sagen: Ein berechtigter Schmerz könnte einen überkommen über das Schicksal der Theosophischen Gesellschaft, wenn man diese allgemeine Taubheit gegenüber ganz offen sprechenden Tatsachen bei einer ganzen Körperschaft wahrnehmen musste.
Und die Krone ist dem ganzen System aufgesetzt worden durch eine Rede, die Frau Besant in der repräsentativen Versammlung in Adyar bei dieser Konvention gehalten hat, bei der sie gezeigt hat, wie ihr jegliche Möglichkeit fehlt, ein Verhältnis zu gewinnen zu jenem notwendigen Pflichtgefühl, das man haben muss erst die Tatsachen zu prüfen und dann eine Behauptung zu tun. Misses Besant hat bekanntlich die Behauptung getan, dass meine Erziehung von Jesuiten geleitet worden sei. Man kann nichts sagen, was aller, aller Wahrheit in einer absurderen, in einer törichteren Weise ins Gesicht schlagen würde, als diese Behauptung, die von der Spitze der Leitung der Theosophischen Gesellschaft in derselben Zeit in die Versammlung hineingeschleudert worden ist, als wir in Köln unter dem Beisein zahlreicher Freunde, auch aus diesem Lande, unseren Vortragszyklus hatten, in dem wir neuerdings bekräftigen konnten, wie wir fest und wahrhaftig zu stehen versuchten auf dem guten Boden der alten Theosophischen Gesellschaft. Man sollte empfinden, meine lieben theosophischen Freunde, die ganze Anomalie einer solchen Tatsache. Nicht nur, dass dies geschehen war, sondern Misses Besant hatte die Kühnheit, die nicht beneidenswerte Kühnheit, auf jene Tatsachen, die von mir dargestellt worden sind in dem Heft der «Mitteilungen», wo ich zuerst gezwungen war, die Tatsachen zu schildern, eine Antwort zu zimmern, an deren Schluss sie die Worte stellte, dies seien ihre letzten Worte in dieser Angelegenheit.
Meine lieben theosophischen Freunde, nach den bisherigen Erfahrungen könnte es vielleicht sein, wäre sogar die Möglichkeit vorhanden, dass es noch Menschen gäbe in der Theosophischen Gesellschaft, welche auf diese Antwort auch noch etwas geben. In dieser Antwort könnte man suchen nach einem Wort, das der objektiven Wahrheit entsprechen würde: Man würde nichts finden, denn in dieser Antwort ist geradezu alles auf den Kopf gestellt, und zwar so, dass mit einem ungeheuren Wortgeplänkel geradezu dieses Auf-den-Kopf-Stellen der Dinge getrieben worden ist. Es ist geradezu wunderbar, dass sich jemand finden kann, der in einer solchen Weise fähig ist, die Dinge auf den Kopf zu stellen; jeder Satz schließt darin etwas ein, was das Gegenteil von dem ist, was sich zugetragen hat.
Ich habe bei der Berliner Generalversammlung oder der Versammlung der Anthroposophischen Gesellschaft gar nicht mit einem Wort auf dieses Schriftstück hingewiesen, um die schon stark in Anspruch genommene Zeit nicht noch mehr in Anspruch zu nehmen. Und ich will auch heute nicht auf dieses Schriftstück eingehen, das nur jeder zu lesen braucht, um herauszusehen, aus welchem Geist es verfasst ist. Nur auf das eine möchte ich eingehen, weil man es nicht sogleich selber daraus ersehen kann. Am Schlusse findet sich ein Satz, der etwa so lautet: Doktor Steiner sagt, dass das Pamphlet von Doktor Vollrath - es ist gemeint das gedruckte Pamphlet, von dem in so viel unleidlicher Weise die Rede war in der vorhergehenden Generalversammlung -, dass das nichts anderes enthalte als gewisse Wiederholungen, die Frau Besant an mich gerichtet habe in Bezug auf seine Ausschließung. Wer lesen kann, der kann sehen. Hier sagt sie doch, dass dieses Schriftstück Doktor Vollraths Appell ... vorhanden war ..., ja sie sagt mehr, sie sagt: «Wenn jenes Pamphlet nicht mehr enthielte als jenes Schriftstück, das Dr. Vollrath an mich richtete, so muss es sehr harmlos sein.» Dass sie aber die Behauptung tut, das Pamphlet müsse harmlos sein, das wiederholt Anklagen, die in jenem damaligen Appell des Doktor Vollrath an Misses Besant enthalten waren, denn sie sagt ja, dass diese harmlos gewesen seien. Nun, in diesen Anklagen stand zum Beispiel der Punkt, dass sich Doktor Vollrath gegen mich hätte wenden müssen, weil ich in habgieriger Weise ein zu großes Gehalt genösse und weil meine Übungen so stark schwarzmagischer Natur seien, dass zahlreiche Menschen krank geworden, manche auch gestorben seien ... und dass alle jene Übungen nur wiederum ausgingen, magische Kräfte und nicht Erkenntnis zu erwerben und dergleichen mehr. Von all diesen Dingen behauptet Doktor Vollrath, dass er sich erbötig mache, wenn Misses Besant es verlangt, sie zu beweisen. Das war das Schriftstück, das Vollrath nach Adyar schickte. ... Dieser Brief
lag Misses Besant vor, und das Erwähnte war ein integrierender Teil. Misses Besant sagt darüber: «Wenn Dr. Steiner behauptet, dass dieses Pamphlet nur Wiederholungen enthielte jenes damaligen Appelles, dann muss dieses Pamphlet sehr harmloser Natur sein.» Also Misses Besant macht der Welt vor, dass die Anklagen: Doktor Steiner hatte sich bereichern wollen, während er jegliches Gehalt abgelehnt hat, und er hatte Übungen gegeben, die schwarzmagischer Natur seien, die die Menschen krank machten, an denen die Menschen sogar sterben, diese Anklagen, die tatsächlich dazumal gemacht worden sind, die nannte Misses Besant, um der Welt in ihrer Art den Fall darzustellen, harmlos. So ist das beschaffen, was im Februarheft des «Theosophist» Misses Besant ihren Anhängern neuerdings aufgetischt hat.
Ich möchte einmal nichts weiter zu diesen Dingen hinzufügen; denn die Dinge werden ja immer weniger, wirklich weniger erträglich, je mehr man hinzufügt - ich möchte nur fragen, ob unsere Empfindungen, die wir dazumal hatten in Berlin, als unsere Freunde beschlossen, dafür zu wirken, dass nun endlich der Strich gemacht werde, ob unsere Empfindung berechtigt war, dass wir voraussetzen, selbstverständlich voraussetzen, dass unsere Freunde von selber das Gefühl haben würden: Es kann unmöglich von mir zu denjenigen gesprochen werden, die weiterhin sich Bekenner von Misses Besant nennen. Man würde gegen alle okkulten Grundsätze verstoßen, wenn man zu denjenigen Menschen sprechen wollte, welche einen - es darf der Ausdruck gebraucht werden - hinausgeworfen haben, welche einen in einer solchen Weise hingestellt haben, wie Misses Besant das beliebt hat.
Auf Dinge, wie auf den März-‹Theosophist› einzugehen, widerstrebt mir so, dass ich es nicht tun will. Denn was da in zuckersüße Soße getaucht ist, ist der versteckteste Angriff, der nur gedacht werden kann.
Prinzipiell - das haben Sie aus den Satzungen der Anthroposophischen Gesellschaft gesehen - stehen wir auf dem Standpunkt, dass jeder zu uns kommen kann. Diejenigen aber, die es nicht vermögen hineinzuschauen in die Wahrheit in der Angelegenheit, mit der wir es zu tun haben, die erklären prinzipiell, selbst wenn [sie zu uns kommen wollen], dass sie uns eigentlich aus ihrer Körperschaft draußen haben wollten. Und die Art und Weise, wie sich die Generalsekretäre verhalten haben, beweist, dass es von uns unwahrhaftig wäre, wenn wir jetzt andere Maßregeln getroffen hätten, als den Strich gezogen hätten zwischen demjenigen, was wir wollen, und demjenigen, was nicht nach den Prinzipien, sondern wider alle Prinzipien der alten Theosophischen Gesellschaft, jetzt innerhalb dieser Theosophischen Gesellschaft gemacht wird.
Aber die andere Seite, meine lieben theosophischen Freunde, der ganzen Angelegenheit darf ich auch sagen. Und eigentlich war es nur notwendig, damit nicht unsere Freunde sozusagen in Verlegenheit sind, wenn dieses oder jenes fernerhin gesprochen wird, zu antworten, nur deshalb war es notwendig, die Worte, die eben gesprochen worden sind, gleichsam als Hintergrund desjenigen zu sagen, was ich Ihnen weiter wie eine Art Begrüßung zu sagen habe. Eigentlich muss gestanden werden, meine lieben theosophischen Freunde, dass ich selber, wenn ich einen Augenblick sprechen darf zu Ihnen - und die Freundschaft, die Sie mir erwiesen haben, berechtigt mich in einer gewissen Weise dazu -, ich selber empfinde alles das, was geschehen ist, neben allem Herben, neben allem Leidvollen, zugleich als eine große Befreiung, als eine Befreiung gerade von einer Engigkeit, die seit Jahren bedrückend war innerhalb des Lebens in der Theosophischen Gesellschaft von jenem Münchener Kongress der europäischen Sektionen an, wo versucht worden ist, nicht auf irgendeiner nationalen und einseitigen Meinungsgrundlage, sondern auf einer wirklichen weiten Grundlage der Gegenwart eine dazumal noch schüchtern hervortretende neue Note in die Theosophische Gesellschaft hineinzubringen. Da konnte man das Urteil hören: Das, was ihr da gemacht habt, ist nicht Theosophie, das ist etwas ganz anderes.
Eine Gesellschaft, die auf Okkultismus begründet ist, die hat in sich dennoch, wenn auch in einer gewissen Weise der Einzelne sich befreien mag von ihren Grenzen und Schranken, hat dennoch Kräfte, die psychisch oder spirituell wirken, und es war einfach nicht möglich in dem Rahmen der Theosophischen Gesellschaft, dasjenige, was man in berechtigter Weise Okkultismus nennt, in all seiner Weitherzigkeit und in seiner Angepasstheit für unseren gegenwärtigen Menschheitszyklus zur Geltung zu bringen. Und ich hoffe, wenn es uns gegönnt ist, die Anthroposophische Gesellschaft weiterzuführen, werden sich unsere Freunde überzeugen, dass die Befreiung von der Theosophischen Gesellschaft uns nicht bringen wird eine Verengerung, sondern im Gegenteil gerade eine Erweiterung unseres okkulten Strebens. Mancherlei von dem, was unmöglich war zu verwirklichen innerhalb der Theosophischen Gesellschaft wegen ihrer Vorurteile, deshalb, weil sie einem entgegentrat mit eng begrenzten Traditionen, es wird sich verwirklichen lassen in der Anthroposophischen Gesellschaft, und diejenigen, die werden sehen wollen, sie werden sehen, dass gerade die Weite der Gesichtspunkte, die wir brauchen in unserer Gegenwart, nunmehr versucht werden soll, damit wirklich das, was in unserer Zeit herunterfließt aus den geistigen Welten an spirituellem Weisheitsgut und an spirituellen Willensimpulsen, einem Teil der Menschheit, der Verständnis dafür hat, zugutekommen könne. Deshalb erscheint mir dieser erste Zyklus, der hier abgehalten werden darf vor Ihnen, meine lieben theosophischen Freunde, der der erste Zyklus der begründeten Anthroposophischen Gesellschaft ist, er scheint mir als ein ganz besonders feierlicher zu begrüßen zu sein.