The Fateful Year of 1923

GA 259 — 21 December 1923, Dornach

Rudolf Steiner gibt in Dornach erste administrative Anweisungen für die Weihnachtstagung

[Nachdem Rudolf Steiner und Marie Steiner am 20. Dezember von Stuttgart nach Dornach zurückgekehrt waren, richtete Rudolf Steiner anderntags, den Abendvortrag einleitend, folgende Worte an die anwesenden Mitglieder, nachdem vorher durch jemand anderen gebeten worden war, die Pässe abzugeben:]

Auch ich habe noch, bevor ich den Vortrag beginne, allerlei anzukündigen für die nächsten Tage.

Erstens würde ich diejenigen unserer lieben Freunde bitten, die immer oder wenigstens hauptsächlich immer hier sind, während der Weihnachtstagung ihre Sitzplätze zu nehmen in jenem Verschlag, den wir hier draußen machen. Es handelt sich nämlich darum, daß in besonders erfreulicher Weise der Besuch der Weihnachtstagung ein sehr großer sein wird, und wir werden die Schreinerei hier [zeigt wo] dadurch erweitern müssen — die Besucher werden hier nicht hereingehen —, dadurch erweitern, daß wir hier — ja, wie soll ich’s nennen — eine «interne Villa» anbauen, zu der große Fenster hinausführen. Ich hoffe, daß man da, ja, man kann sagen, sicher ebenso gut hören wird, wie man hier im Saale hört. Aber nun, nicht wahr, es gibt ja in der Welt so etwas wie eine Höflichkeit und daher würde ich bitten, daß diejenigen unserer lieben Freunde, die immer hier inmitten des Saales sitzen, wenigstens zum Teile sich da draußen placieren, wo die neuen Sitzplätze bereitgestellt werden. Hier im Saale bringen wir ja höchstens 600 Personen unter, und es wird ja das schon sehr schwierig sein. So bitte ich Sie, diese Aufforderung zu berücksichtigen.

Dann würde ich bitten darum, daß die Öffnung für den Zutritt zu den Veranstaltungen nur jeweilig stattfindet für die Besucher der Veranstaltungen eine halbe Stunde bevor jeweilig die Veranstaltung beginnt. Denn wir werden in der Zwischenzeit, da eben die Gründe vorliegen, die ich gerade charakterisiert habe, in dem Saale hier sehr, sehr viel zu lüften haben. So daß also diese Schreinerei hier und der Verschlag nicht betreten werden können bis eine halbe Stunde vor Beginn der betreffenden Veranstaltung. Des weiteren habe ich noch ein schwerwiegendes Anliegen. Das besteht darinnen, daß ich selbst die ältesten Mitglieder - ich meine jetzt die an Mitgliedschaft ältesten - bitten möchte, für alle Veranstaltungen der nächsten Tage ihre Mitgliedskarte mitzubringen, weil ja eine scharfe Kontrolle stattfinden muß und die wirklich nicht stattfinden kann, wenn nicht die Mitgliedskarten vorhanden sind. Für Mitglieder, welche aus irgendeinem Grunde - ich habe zwar noch nicht gehört, daß es unter Anthroposophen Vergeßlichkeit gibt, aber es könnte ja doch vorkommen -, für Mitglieder, die aus irgendeinem Grunde doch ihre Mitgliedskarte nicht haben, besteht die Möglichkeit, sich beim Sekretariat unten im Haus Friedwart zu melden und eine Interimskarte für die Tagung sich ausstellen zu lassen.

Dann gibt es noch ein Viertes — in den nächsten Tagen wird noch ganz viel dazukommen —: Unsere Freunde werden gebeten, die zwei vorderen Reihen diesmal ausschließlich reserviert sein zu lassen, also nicht in den zwei vorderen Reihen Platz zu nehmen, wenn man nicht schwerhörig oder lahm oder in einer andern Weise so geartet ist, daß man einen besonderen Anspruch auf diese ersten Reihen hat. Das also möchte ich auch als ausnahmslose Regel bitten zu beachten.

Das sind die Dinge, die ich zunächst heute vorzubringen habe.

[Anschließend folgt der eigentliche Vortrag, siehe GA 232.)

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