Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 24 December 1919, Stuttgart

Letter to Edith Maryon

Rudolf Steiner an Edith Maryon

Stuttgart, 24. Dezember 1919

Mein liebes Fräulein E. Maryon,

in unsere Bildhauerarbeitsstätte sende ich die herzlichsten Weihnachtsgedanken. Es ist selbstverständlich, daß ich mit diesen Gedanken gerne dort wäre.

Die Waldorfschule hat sich bis jetzt gut entwickelt. Es herrscht da ein guter Geist. Die Kinder gehen gerne dahin. Und frägt man sie: geht ihr gerne in die Schule, so antworten sie begeistert «ja».

Ich hatte am ersten Tag meines Hierseins Vortrag; dann in den beiden ersten Tagen Schulbesuch vom Morgen bis Abend; dazwischen Besprechungen. Sonnabend 27. Dezember und Dienstag 30. Dezember sind noch öffentliche Vorträge in Stuttgart; außerdem findet in der Waldorfschule ein improvisierter Kursus über Naturwissenschaft statt. Dann noch ein kleinerer anderer Kursus. Dazu kommen eine Anzahl Zweigvorträge. Also zu tun ist in der kurzen Zeit genug. Denn zwischen den Vorträgen sind die Besprechungen.

Die Rückfahrt wird am 4. Januar sein. Nochmals die herzlichsten Weihnachtsgedanken

Rudolf Steiner
z.Z. Stuttgart, Landhausstraße 70

German original of Letter to Edith Maryon · ← Previous · Next →