Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 26 July 1920, Stuttgart

Letter to Edith Maryon

Rudolf Steiner an Edith Maryon

Stuttgart, 26. Juli 1920

Meine liebe Edith Maryon!

Gleich nachher werden wir eine längere Verwaltungsratssitzung haben; daher will ich nur ein paar Zeilen absenden, bevor ich morgen nach Dischingen hinaus zu unseren bekannten Versuchen fahre. Es ist bisher alles nicht Amtliche gut gegangen. Das letztere aber macht immer mehr Sorgen. Geschäftstüchtigkeit, die wir jetzt so nötig hätten, ist leider heute nur wenig vorhanden. Die paar Menschen, die wir haben, sind überlastet. Andere sind gar nicht zu finden. Der Göttinger Vortrag kann gar nicht zustande kommen, da die dortigen Widerstände zu große sind.

Ich werde das Konzert für die Leute um Baron Rosenkrantz erst arrangieren, wenn ich zurückkomme. Es ist dann reichlich Zeit, und es wäre mir lieb, wenn davon vorher gar nichts gesagt würde.

Lieb wird es mir sein, wieder in unserm Dornacher Atelier zu sein und zu arbeiten. Ich werde zur festgesetzten Zeit zurückkommen. Für heute

allerherzlichste Grüße

Stuttgart, Landhausstraße 70
Rudolf Steiner

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