Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 7 February 1921, Hildesheim

Letter from Edith Maryon

Edith Maryon an Rudolf Steiner

Haus Grosheintz, Dornach bei Basel
[vermutlich Anfang Februar 1921]

Montag Abend

Sehr verehrter lieber Lehrer,

ich sende hiermit zwei Zeitungsausschnitte. Meine Gesundheit geht wirklich besser. Ich habe eine Möglichkeit gefunden, mich zu ernähren, ohne Medizin zu nehmen. Es besteht meistens aus Kindermehl, geschlagenen Eiern, Milch usw. (ohne weiteres Erbrechen). Ich muß recht langsam gehen und diese Methode eine Weile fortsetzen. Ich wurde gestern geimpft, und Frau Dr. Wegman kommt wieder morgen. Ich bin noch etwas kurzatmig. Das Herz klopft ein bißchen, wenn ich eine Anstrengung machen muß.

Aber ich denke immer sehr daran, acht zu geben, Sie? Ich hoffe, die Dinge gehen gut in Stuttgart, ich denke recht viel daran, und hoffe, es gibt keine Nacht-Sitzungen. Über die angesetzten Vorträge habe ich natürlich nichts gehört. Herr Vreede hat mich besucht und mir frische Eier gebracht, Frl. v. Blommestein brachte mir eine Blume und sagte, daß ihr Haus jetzt bald fertig sein würde, daß viele Menschen es besucht und sehr schön gefunden haben. Dies hat mir wirklich Freude gemacht, daß die Leute zufrieden sind mit dem, was man versucht.

Frl. Kučerova pflegt mich treulich.

Ich denke viel [daran], wie die Arbeit in Schlesien geht, usw.

Mit herzlichsten Grüßen

Edith Maryon

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