Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 16 February 1921, Hildesheim

Letter from Edith Maryon

Edith Maryon an Rudolf Steiner

Bildhauer Atelier Goetheanum
16. Feb. 1921

Sehr verehrter lieber Lehrer,

jetzt bin ich wieder bei der Arbeit, drei Tage blieb ich zu Hause, um endlich die Erkältung loszuwerden, und jetzt ist sie wesentlich besser geworden, auch habe ich das Essen etwas besser arrangiert.

Ich hoffe, Sie haben sich nicht erkältet? Viel denke ich an die Arbeit in Deutschland und sende meine besten Wünsche, daß recht viel Gutes erreicht wird - auch in Holland hoffe ich auf guten Erfolg. Neidisch bin ich aber auf diejenigen, die gestern dorthin gereist sind! So gerne wäre ich auch mitgefahren.

Heute ist man fertig mit den elektrischen Arbeiten (etwas spät an der Zeit, diese Änderung), und die Hälfte der Gerüste ist schon niedergerissen, es gibt eine Menge Schmutz, aber schon sieht man Lucifer und das Wesen recht gut vom Boden aus.

Man sagt mir, es ist schrecklich kalt in Holland, kein warmes Wasser im Zimmer, nur 2 Decken auf dem Bette, ungeheizte Zimmer und Gänge, Vortragssaal usw., so daß man recht sehr aufpassen muß, sich nicht zu erkälten. Ich hoffe, Sie haben das Eucalyptus mitgenommen?

Mit besten Grüßen

Edith Maryon

  1. Erst jetzt kann ich den Brief auf der Post abschicken.

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