Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 28 February 1921, Amsterdam

Letter to Edith Maryon

Rudolf Steiner an Edith Maryon

Amsterdam, 28. Februar 1921

Meine liebe Edith Maryon!

Herzlichen Dank für den Gruß zum 27. Februar. Ich stehe hier mitten in der Vortragstätigkeit drinnen. 19. abends sprach ich in Amsterdam, dann jeden Tag programmäßig. Gestern und heute waren hier Mrs. Drury-Lavin, M. Woolley, Mr. Neel, Mr. Kaufmann, Mr. u. Mrs. Franklin und heute auch Mr. Collison. Wenn so viel zu besprechen ist und so viele Vortragstätigkeit, dann bleibt nur wenig Zeit zum Zu-Sich-Kommen.

Außer dem Programmäßigen war am 25. in Delft ein Vortrag in der technischen Hochschule vor den Dozenten und Studenten und heute abends werde ich hier in der Hochschule zu sprechen haben.

Morgen wird der öffentliche Vortrag in Rotterdam sein; am 3. Maerz soll ich noch aus ganz besonders wichtigen Gründen in Hengelo sprechen; am 4. fahre ich nach Stuttgart und hoffe am 6. oder 7. in Dornach zu sein. Ich freue mich ganz herzlich auf die Dornacher Atelierzeit.

Hier ist Einiges recht gut gegangen; anderes hätte besser gehen können. Uns fehlen doch eben die eigentlich praktischen Menschen.

Zweigvortrag habe ich nur einen halten können im Haag am 27. Februar. An diesem Tage war dann Nachmittag Eurythmievorstellung und abends der öffentliche Vortrag.

Mit der Stimme bin ich bis jetzt ausgekommen. Ich habe sehr acht gegeben. Aber mühsam ist es doch, allzuoft sprechen zu müssen.

Heute ist nur der Abendvortrag.

Herzlichste Gedanken und Grüße

von Rudolf Steiner

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