Correspondence with Edith Maryon 1912–1924
GA 263 — 3 December 1921, Oslo
Letter to Edith Maryon
Rudolf Steiner an Edith Maryon
Kristiania, 3. Dezember 1921
Meine liebe Edith Maryon!
Leider war doch hier so viel Arbeit, daß ich die vergangenen Tage hindurch nicht an das Schreiben kam. Aber die Tage haben mir keinen Schaden getan. Die Vorträge waren gut besucht. Und man kann nach dieser Richtung sehr zufrieden sein. Diesmal hatte ich auch keine Stimmermüdung. Die Eurythmie ist vom Publikum gut, von der Zeitungskritik ganz . schauderhaft aufgenommen worden. Ein schreckliches Geschimpfe ging da los. Nun, das macht alles nichts.
Außer den im Verzeichnis angegebenen Vorträgen hielt ich noch einen besonderen Dienstag Mittag für den theologischen Studentenverein und noch einiges für unsere Mitglieder.
Auch mußte man hier nach Landesgebrauch mit den Leuten nach den Vorträgen noch etwas zusammensein. Mittwoch mit den Staatsökonomen; Donnerstag bei einem Dozenten, Freitag bei den Studenten.
Aber wie gesagt, außer dem Zeitungsgeschimpfe ging alles gut, ohne Erkältung. Ich denke viel an unser Atelier und werde froh sein, wieder dort zu sein. Ich denke, es wird am 11. sein. Früher glaube ich, wird es nicht gehen. Einstweilen herzlichste Grüße, hoffentlich geht es gut
Rudolf Steiner
Am 6. Abends Berlin. 7. Dez. Berlin Zweigvortrag. 9. Stuttgart