Correspondence with Edith Maryon 1912–1924
GA 263 — 12 June 1922, Vienna
Letter to Edith Maryon
Rudolf Steiner an Edith Maryon
Wien, 12. Juni 1922
Meine liebe Edith Maryon!
Seit dem ersten Briefe ist noch keine Nachricht aus dem Atelier eingetroffen. Hier geht es fortdauernd gut mit allem, in das sich nicht der Auftakt Kolisko fortsetzt. Doch das bewegt sich unter der Oberfläche; äußerlich tritt es zunächst nicht hervor. Man muß froh sein über die Aufnahme, darf sich aber keinen Illusionen hingeben. Was wir wollen müssen, kann eben doch nur einen langsamen Weg machen, aber wir müssen auch den Augenblick beachten.
Ich werde sehr froh sein, wieder im Atelier sein zu können, nun wird das am Samstag erst sein können, da hier ein solches Arbeitsquantum ist, daß ich es während der anstrengenden Vortragstage nicht absolvieren konnte, sondern morgen Dienstag noch hier, Mittwoch in Horn sein muß und erst Donnerstag abreisen kann. Das aber wird nicht mehr aufgeschoben.
Allerherzlichste Grüße
von Rudolf Steiner
Eben ist Brief angekommen; danke herzlichst, nur bitte recht sehr sich zu schonen und auf die Gesundheit achtgeben. Mir geht es darin recht gut.