Correspondence with Edith Maryon 1912–1924
GA 263 — 24 April 1923, Stuttgart
Letter to Edith Maryon
Rudolf Steiner an Edith Maryon
Stuttgart, 24. April 1923
Meine liebe Edith Maryon!
Das Schreiben, mit dem ich soeben einen Artikel für das Goetheanum fertiggestellt habe, setze ich in den allerherzlichsten Grüßen fort, die ich hiermit sende. Die Reise war gut, nur dauerte sie durch Autoreifenspringen von 4 1/2 bis 1 1/2 Uhr nachts. Dann begann der Dienstag mit der Schuleröffnung, an diese schloß sich eine Eurythmieprobe an bis 3 Uhr nachmittags, dann war Lehrerkonferenz, dann Eurythmievorstellung. Donnerstag geht die Reise nach Prag. Ich habe noch keine andere Adresse als c/o Dr. F. Reichel, Prag IV Hradcanske näamesti 67. Aber es ist ja sicher, daß mir jede Nachricht, die dahin kommt, sofort überbracht wird.
Ich hoffe, daß das Befinden gut ist und die Gesundung rasch fortschreitet. Man muß Vertrauen zu der innersten Kraft der Seele haben, mutig sein und sich an das Positive halten. Die herzlich-besten Gedanken sende ich und auch die
allerherzlichsten Grüße
Rudolf Steiner