Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 16 November 1923, The Hague

Letter from Edith Maryon

Edith Maryon an Rudolf Steiner

Bildhauer Atelier Goetheanum
Dornach bei Basel, 16. Nov. 1923

Sehr verehrter lieber Lehrer,

heute ist es ungefähr so wie gestern, bin noch müde und faul und habe etwas Kopfweh, hoffe aber, es wird vielleicht morgen möglich, eine kleine Weile aufzustehen. Ich ruhe aus und tue sehr wenig, damit es schneller gehen kann.

Ein Brief von Mrs. Mackenzie, sie sagt, daß die Opposition, die vor Oxford zu merken war, wieder aufgetaucht sei, sehr schwierig zu entdekken, ich werde aber weiteres erzählen. Der Waldorf-Brief sollte wahrscheinlich morgen erscheinen, sie erwartet aber nicht viel davon, und meint, der Opposition wegen wäre es wahrscheinlich besser gelungen im vorigen Jahr als gerade jetzt.

Gestern besuchte mich Miss Brown. Sie ist nicht zufrieden mit dem Quantum an Arbeit, die sie leisten konnte in den USA. Sie hätte gerne mehr getan, hat aber immer gearbeitet und mehrere Personen für die Sache interessiert. Frau Neuschellers Eurythmie-Arbeit scheint dort zu gefallen, auch sie als Persönlichkeit. Sie hat drei Schulen, mehrere Klassen und Privat-Unterricht. Mrs. Wallace hilft mit.

Kalähne ist zum «Negerdorf» gegangen, «Philosophie der Freiheit» zu studieren; sie geht jede Woche.

Ich versuche, sehr tapfer zu sein und vorwärts zu kommen. Jetzt ist wohl der Anfang des öffentlichen Vortrags - das heißt, der Lehrer-Vortrag. Hoffentlich finden Sie die Holländer aufgeweckter als die Leute sonstwo, und daß Sie mit der Arbeit dort zufrieden sind.

Allerherzlichste Grüße

Edith Maryon

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