Correspondence with Edith Maryon 1912–1924
GA 263 — 27 March 1924, Prague
Letter to Edith Maryon
Rudolf Steiner an Edith Maryon
Prag-Smichow, 27. März 1924
bei Prof. Hauffen
Meine liebe Edith Maryon!
Von Prag aus sende ich die allerherzlichsten Gedanken, die auch namentlich nach der Kräftigung der Gesundheit gehen. Mögen doch die quälenden Zustände bald nachlassen. Ich war recht befriedigt, als mir Frau Wegman am Donnerstag mittag telephonisch mitteilte, daß die Besserung des Zustandes, die ich am Mittwoch noch selbst sehen konnte, anhielt. Ich denke viel dahin und werde froh sein, wieder dort zu sein.
Die Reise ging gut. In Stuttgart war am Donnerstag viel zu tun, aber schon 5 Uhr nachmittags die Abreise. Dann kam man Freitag morgen an, hatte mittag Probe und abends öffent. Vortrag. Aber es ging alles gut. Es ist nun Vortrag Samstag 8 Uhr (Mitglieder), Sonntag morg. 11 Eurythmie, nachm. 3 Uhr (Mitgl.-Versammlung), Sonntag abds. 8 (Mitgliedervortrag); Montag 8 öffentl. Vortrag, Freitag 8 öffentl. Vortrag, Samstag 7 Mitglieder. Dann möchte ich noch Samstag abend abreisen und werde wohl erst in Dornach ein paar Minuten vor dem Vortrage, der für Sonntag den 6. dort angesetzt ist, ankommen.
Ich schreibe das alles, weil ich bei meinem letzten Besuche vergessen habe, dies zu sagen.
Gesundheitlich läßt sich für mich die Sache ja nicht schlecht an. Ich hoffe, daß alles gut geht. Für heute, damit diese Zeilen recht bald abgehen, nur noch allerherzlichste Gedanken von
Rudolf Steiner
Man kann hieher sowohl adressieren: bei Prof. Hauffen, 250 Prag-Smichow oder auch Prag-Smichow, Stefanikovä tfida 56.