Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914
GA 265
Zum Aufnahmeritual in den dritten Grad
Teilnehmeraufzeichnung, aus der hervorgeht, daß in diesem Ritual ein vierter Altar (im Norden) figurierte.
Nachdem die Glockenschläge erklungen waren, heißt es:
(Zu den anwesenden Meistern):
«Lasset uns nun suchen das Grab des Hiram Abiff.»
(Es folgt ein Umgang.)
«Hier ist das Grab des Hiram Abiff. Einen Akazienzweig pflanze ich auf diesem Grabe zum Zeichen dafür, daß dein höheres Selbst herauslebe aus deinem niederen Selbst, wie dieser Akazienzweig aus deinem Grabe.»1
(Hierauf spricht einer):
«Memento mori! Denke an den Tod, denke, daß alles Sterbliche an dir nicht du bist.»
(Sodann spricht der Generalgroßmeister):
«Neugeboren soll er sein wie einstmals Hiram Abiff.»
(Dies wird von einem der Meister, der am Nordaltar steht, nachgesprochen.)
(Der Generalgroßmeister spricht):
«Das Licht soll ihm leuchten aus dem Osten, wie einstmals Hiram Abiff.»
(Wieder von einem der Meister, der am Westaltar steht, nachgesprochen.)
(Der Generalgroßmeister spricht):
«Sieger soll er sein über den Tod, wie einstmals Hiram Abiff.»
(Wieder von einem der Meister, der am Südaltar steht, nachgesprochen.)
(Nun tritt der Generalgroßmeister an den Sarg heran; dieser wird geöffnet und der Generalgroßmeister spricht):
«Mit dem Löwengriff des Meisters hebe ich dich aus diesem Grabe.»
(Er hebt ihn heraus und spricht in leisem Tone zu ihm das Meisterwort):
«M.. b.. a..» [Mach ben ach] Die Knochen lösen sich aus dem Fleische heraus - mit dem Meistergriff.
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Akazie = Kassia (vgl. S. 197). ↩