Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914
GA 265
Die drei Altäre
Aus Instruktionsstunde München, 12. Dezember 1906
Der Platz des Meisters ist im Osten (Jupiter - die Weisheit). Im Süden steht die Glorie, die Frömmigkeit, die Schönheit (Venus). Im Westen ist Vulkan, die Stärke.
Aus Instruktionsstunde Köln, 12. Mai 1913
Osten, Westen, Süden ist in unserem Tempel spirituell gemeint.
Aus Instruktionsstunde Köln, 10. Mai 1914)1
Vom Osten strömen die Verstandeskräfte der Erde zu. Von dort aus wird die Erde mit den heiligen Verstandeskräften durchströmt. Diese sind etwa im Altar (des Ostens) wiedergegeben; dort ist der Kopf der Erde. Wenden wir uns zum Süden: Von dort strahlen die heiligen Herzenskräfte, die Kräfte der Liebe und Hingabe der Erde zu. Von Westen ergießt sich der heilige Wille in die Erde, der die Glieder durchströmt, woraus die Handlungen fließen.
Wenn wir uns in der Meditation unseren Tempel vorstellen, so sollen wir daran denken, daß der Altar des Ostens der Kopf, der Altar des Südens das Herz, der Altar des Westens die Glieder der Erde darstellt, und sollen empfinden, wie im Osten die Verstandeskräfte, im Süden die Herzens- und Liebeskräfte, im Westen die Willenskräfte fließen und in der Mitte des Tempels zusammenströmen. Dann werden wir uns nach diesen Altären wenden und bitten, daß diese Kräfte in uns einströmen und uns durchfluten und durchkraften mögen.
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Die drei Altäre symbolisieren auch die drei möglichen Wege in die geistige Welt, vgl. hierzu z.B. Köln, 30. November 1906, ebenso heißt es in der «Chymischen Hochzeit Christiani Rosenkreutz anno 145%, daß vier Wege offen stehen, jedoch sei es keinem Sterblichen vergönnt, auf dem vierten zum Ziel zu gelangen. Wenn nach der Aufzeichnung eines Teilnehmers im Ritual für die Erhebung in den dritten Grad ein vierter Altar im Norden gestanden habe, so wohl in dem Sinne wie in Goethes «Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie» und in Rudolf Steiners erstem Mysteriendrama «Die Pforte der Einweihung», wo im unterirdischen Tempel dieser vierte, im Norden stehende König in sich zusammensinkt, als der Tempel in das Licht des Tages heraufsteigt. ↩