Lessons for the Participants of Cognitive-Cultic Work 1906–1924
GA 265a — 10 February 1913, Berlin
Kern und Schale
Aufzeichnungen von Alice Kinkel Dritter Grad
Der Brief des Baron von Wrangell wird verlesen und eingehend von Herrn Doktor besprochen.
Die Mitglieder als die Verbreiter der Theosophie oder Anthroposophie. Ihr aber, die Ihr hier versammelt seid, sollt eine Kerntruppe bilden, Ihr sollt achthaben und jeder soll es sich angelegen sein lassen, dass die rechten Ansichten und die rechten Urteile verbreitet werden über Theosophie. Aufpassen soll jeder, prüfen, wen man aufnimmt in die Gesellschaft. Mancher muss aufgenommen werden, aber an uns wird es liegen, dass er sich nicht breit machen kann.
Mit liebevollstem Gruß und dem Auftrag:
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soll dies in unsere Seele geschrieben sein.
Die Instruktion hat das Thema: KERN UND SCHALE Wir sollen nicht menschliche Bequemlichkeit üben gegenüber jenen, für welche falsche Toleranzbegriffe die rechten sind.
Zur Schale des gegenwärtigen Menschheitslebens gehört alle materialistische Kultur, all die großen technischen Errungenschaften wie Luftschiffe, Eisenbahnen, Telegrafen und so weiter. Diese Schale der Kultur fällt aber später ab; der Kern jedoch soll Retter des Menschheitsfortschrittes werden. Aber der Kern ist in größerer Gefahr als die Schale; den Kern können die Würmer fressen. Wir sollen daran denken, dass solches geschehen könnte!
Doktor Steiner spricht von theosophischen Unanständigkeiten, die sich zugetragen haben in der Gesellschaft, als ein Beispiel führt er das Buch von Max Heindel an.
Wir sollen eingedenk sein, dass wir zu der Kerntruppe gehören, hinter [der] die Leiter der Spiritualität und [des] Okkultismus stehen. Nicht vergessen soll der Mensch sein Urbild; er soll immer danach streben, ihm ähnlich zu werden. Gewissen, waches Gewissen und nicht Lügen führen dazu. Die luziferischen Wesenheiten schalten Gewissen und Wahrhaftigkeit aus. Gewissen und Mitleid werden in der sechsten Epoche bei einem Teil der Menschheit verschwinden.
Die Legende, die siebenstufige Leiter und anderes Gegebenes soll sich jeder von uns vor die Seele halten am Tage, dann wird der Mensch eine Folge davon verspüren, wenn diese Dinge, die hier getrieben werden, richtig gemacht werden, das heißt, dass die richtigen Kräfte dann einfließen.
In der Nacht darauf kann der Mensch dann in die Nähe des Hiram Abiff oder Adoniram, Lazarus, den der Herr selber eingeweiht hat, kommen.
Dazu wird die Meditation gegeben: «Ich bin nicht nur für mich auf der Welt, sondern um meinem Urbild ähnlich zu werden.» Das ist Pflicht, dieses Streben - nicht Egoismus.
Diese Dinge sind in den ersten Szenen der «Prüfung der Seele» und des «Hüter der Schwelle» gegeben, wie in den drei Dramen überhaupt: in ihnen ist viel, viel Meditationsstoff.
Ihr sollt nicht vergessen, dass von den spirituellen Mächten auf Euch gerechnet ist in der Menschheitsführung.
Jeder Mensch ist Bürger der geistigen Welt, Ihr aber sollt es mit Bewusstsein sein! Immer in der Nacht seid Ihr in einer geistigen Welt und verkehrt dort mit Wesen und urteilt. Das kann dem Menschen plötzlich zum Bewusstsein kommen beim Aufwachen oder sonst den Tag über so: «Ich habe mich zum Offenbarer des göttlichen Urbildes in mir auszubilden.»
Meditiert über den Tod: Das ist eine sehr wichtige Sache.