Zur Hilfe Für Andere
Ich versenke mich in die tiefsten Seelenkräfte in mir,
Da lebe ich fühlend in dem Ewigen meiner Seele.
Wie der Punkt ohne Ausdehnung in dem Kreise,
So ist die ewige Seele ohne leibliches Wesen in mir.
Mit diesem leiblosen ewigen Wesen gedenke ich
helfend im Geiste - - —
Die Kraft, Du selbst zu sein, erstarke in Dir
Das Licht, das in deinem eigenen Inneren leuchtet, belebe sich in dir.
Die Seelenwärme, die aus deinem eigenen Geiste strahlt,
durchwärme dich. —
Notizblatt
undatierbar
Gedanken, geisterwachsen
Sie nehmen ihren Weg
Von meiner Seele zu deiner
Auf dass sie wirken
Mit Leben füllend aus dem Geist
Was du erstrebst auf deine Art
In deinem Herzenseelengrund.
Notizblatt undatierbar
Seine Kräfte lerne er
Fühlen in seiner Seele
Sich selber wissen
In diesen Kräften
Sich schlagen fühlen in seinem Herzen
Sich denkend wissen in seinem Kopfe
Sich fühlend wissen in seinem Leibe.
An Clara Walberg für ihren Sohn
1909
Es mögen geistig dich begleiten in deinem
Streben die Wesenheiten, nach denen dein
Sehnen geht. Sie mögen ergreifen deine Gedanken
und in sie ihre Gedanken fließen lassen; so
wirst du in deinen Gedanken sie erlebend
fühlen; in dein Empfinden mögen sie
fließen; und du dich mit ihnen einigend
den Welten zuzählen, nach denen du trachtest.
ca. 1910
Notizblatt
Herzen, die lieben,
Sonnen, die wärmen,
Ihr Wegespuren Christi
In des Vaters Weltenall —
Euch rufen wir aus eigner Brust,
Euch suchen wir im eignen Geist,
O strebet zu ihm!
Menschenherzen-Strahlen,
Andachtwarmes Sehnen,
Ihr Heimatstätten Christi
In des Vaters Erdenhaus
Euch rufen wir aus eigner Brust,
Euch suchen wir im eignen Geist,
O lebet bei ihm!
Strahlende Menschenliebe,
Wärmender Sonnenglanz,
Ihr Seelenkleider Christi
In des Vaters Menschentempel —
Euch rufen wir aus eigner Brust,
Euch suchen wir im eignen Geist,
O helfet in ihm!
Für einen Schwerkranken
Februar 1925
Meditationen Gegeben Während Des Ersten Weltkrieges
Quelle Blut,
Im Quellen wirke;
Regsamer Muskel,
Rege die Keime;
Liebende Pflege
Wärmenden Herzens
Sei heilender Hauch.
V. Dornach, 13. August 1914
Samariterkurs
So lang du den Schmerz erfühlest,
Der mich meidet,
Ist Christus unerkannt
Im Weltenwesen wirkend;
Denn schwach nur bleibt der Geist,
Wenn er allein im eignen Leibe
Des Leidesfühlens mächtig ist.
V. Dornach, 14. August 1914
Samariterkurs
Und nun kann das alles Gesagte wiederum in sieben Zeilen gefaßt werden, sieben Zeilen, die Ihnen helfen können, dasjenige zu erreichen, was wir als durchchristete Zwiesprache mit dem Volksgeist geschildert haben:
Du, meines Erdenraumes Geist,
Enthülle deines Alters Licht
Der christbegabten Seele,
Daß strebend sie finden kann
Im Chor der Friedenssphären,
Dich tönend von Lob und Macht
Des christergebnen Menschensinns.
V. Dornach, 16. August 1914, Samariterkurs
V. Dornach, 1. September 1914
Du, Geist meines Erdenortes
Ergieße dein Licht
Aus deinem Zeitenalter
In meine fragende Seele
Dass sie finde
Den Geistesort
Im Menschenbruderbund.
Entwurf
Aus gnadenspendender Weltenseele
Erfülle mich Kraft der Wärme
Der Wärme die durchlebt Menschenwesen
Wie durchlebt
Gotteskraft
Das weite weite All.
Gebet für Schwerkranke,
an Helene Röchling gegeben
1914/15
Ganz in deine Seele
In dein Denken, Fühlen, Wollen
Mit Jahves Feuer-Kraft
Tauche meiner Seele wirkend Wesen
Christerfüllt in deine Seele
Führe in dein Wesen elohisch Feuerwollen
Dass Lebenstat ihm entglühe.
Steh’ vor mir
Nimm geistberührend - seelenruhehaltend
Stark Gegebnes
Seelenwarmes
herzbelebtes
Christgeopfert
Hilfe-Leben, Bei-dir-sein.
Entwunf für «Glauben will ich...»
Notizbuch 1914
Glauben will ich dich,
Wissen darf ich dich,
In jenes Geistes Schutz,
Der da brütet über Europa’s Mitte
Seinem Volke seiner Seele Ziel;
Er lenk' zu dir des Denkens Jahve Kraft
Er schenk' dir Wille aus Christi Willensquell.
An Helene Röchling
gegeben 1914
Glauben will ich
Wissen darf ich
Dich in des Geistes Schutz
Der brütet über Europas Mitte
Dem Volke seines Geistes Ziel
Es lenk' zu dir meinen Glauben Jahve
Es schenk dir liebend meine Wissenskraft Christ.
An Eliza v. Moltke
gegeben 1914
Aus dem Mut der Kämpfer
Aus dem Blut der Schlachten
Aus dem Leid Verlassner
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht,
Lenken Seelen geist-bewusst
Ihren Sinn ins Geisterreich.
ab September 1914
Aus dem Leid' der Seelen
Aus dem Blut der Schlachten
Aus dem Opfersinn und Kampfesmut
Aus dem Schmerz, der Not, dem Tod
Wird erwachsen Geistesfrucht,
Lenken Menschen geistbewusst
Ihren Seelensinn geisterwärts.
Entwurf
Für die im Felde Stehenden
Geister eurer Seelen, wirkende Wächter,
Eure Schwingen mögen bringen
Unserer Seelen bittende Liebe
Eurer Hut vertrauten Erdenmenschen,
Dass, mit eurer Macht geeint,
Unsere Bitte helfend strahle
Den Seelen, die sie liebend sucht.
Für die im Felde Gefallenen
Geister eurer Seelen, wirkende Wächter,
Eure Schwingen mögen bringen
Unserer Seelen bittende Liebe
Eurer Hut vertrauten Sphärenmenschen,
Dass, mit eurer Macht geeint,
Unsere Bitte helfend strahle
Den Seelen, die sie liebend sucht.
ab September 1914
Für die im Felde Stehenden
Die ihr wachet über Erden-Seelen,
Die ihr webet an den Erden-Seelen,
Geister, die ihr über Menschenseelen schützend
Aus der Weltenweisheit liebend wirkt:
Höret unsre Bitte, schauet unsre Liebe,
Die mit euren helfenden Kräftestrahlen sich
Einen möchten, geistergeben, liebesendend.
Für die im Felde Gefallenen
Die ihr wachet über Sphären-Seelen,
Die ihr webet an den Sphären-Seelen,
Geister, die ihr über Seelenmenschen schützend
Aus der Weltenweisheit liebend wirkt:
Höret unsre Bitte, schauet unsre Liebe,
Die mit euren helfenden Kräfteströmen sich
Einen möchten, geisterahnend, liebestrahlend.
ab Januar 1918