Ritualtexte
Vorbereitung
Worte, vom Handelnden vor der Handlung in Gedanken zu sich zu sprechen
Durch Deine Kraft, o Gottesgeist,
Soll ich zu Dir weisen
Die mir anvertrauten Seelen.
Dein Licht erhelle meines Denkens Umkreis,
Deine Lebenswärme durchkrafte meines Fühlens Mitte,
Deine Seelenkraft durchgeiste meines Wollens Strahlenleib,
Sei in dem Dienst, den ich Dir leisten will.
Sonntagshandlung
Der die Handlung Vollziehende steht vor dem Christusbilde. Wenn die Handlung zu dritt gehalten wird, sitzen die beiden Helfer auf Stühlen rechts und links neben dem Altar. Ein oder zwei Andere lassen die Kinder nacheinander, einzeln oder zu zweit, ein und sprechen zu jedem:
Du weißt, du gehst zu der Handlung,
Die deine Seele erheben soll zu dem Geiste der Welt.
Die Eingetretenen ordnen sich vor dem Vollzieher der Handlung, hinter ihnen stehen oder sitzen die Lehrer und Angehörigen der Kinder.
Die beiden Helfer stehen auf, der Handelnde wendet sich um und spricht:
Wir erheben jetzt die Gedanken und Empfindungen zu dem Geiste,
Zu dem Geiste, der lebet und wirket,
Der lebet und wirket in Stein, Pflanze und Tier;
Der lebet und wirket in Menschendenken und Menschentun,
Der wirket in allem Wirkenden,
Der lebet in allem Lebenden,
Der das Lebende in den Tod führt, auf daß es neu lebe,
Der das Tote ins Lebende führt, auf daß es den Geist schaue.
Der Handelnde weist auf das Christusbild. Er spricht:
In ihm nahm Leib an, der da wirket als Geist im All.
Christus starb.
Er wurde lebendig im Sein der Menschen,
Die ihm Wohnung gaben in ihrem Herzen.
Auch unser Herz wende sich zu ihm,
Es durchdringe sich mit seiner Kraft,
Auf daß er in ihm wirke,
Auf daß er durchdringe
Unser Denken, Fühlen und Wollen.
Der Handelnde spricht wieder zu den Kindern:
Meine Lieben! Wir lernen, um die Welt zu verstehen.
Wir lernen, um in der Welt zu arbeiten.
Die Liebe der Menschen zueinander belebt alle Menschenarbeit.
Ohne die Liebe wird das Menschensein öde und leer.
Christus ist der Lehrer der Menschenliebe.
Gebet. Der Handelnde spricht: «Wir wollen beten»; dann spricht er Zeile für Zeile vor, die Kinder sprechen nach:
Wir erheben all unser Empfinden und Denken zum Gottesgeiste.
Wir verehren den Gottesgeist.
Wir lieben den Gottesgeist.
Wir werden gedenken des Gottesgeistes,
Wenn wir allein sind
Und auch, wenn wir mit Menschen zusammen sind.
Dann wird er mit uns sein.
Der Handelnde - bzw. der rechtsstehende Helfer - geht an jedes einzelne Kind heran und spricht zu ihm:
Der Gottesgeist wird sein mit dir, wenn du ihn suchest.
Das Kind antwortet:
Ich will ihn suchen.
Der Handelnde - bzw. der rechtsstehende Helfer — geht zu seiner Stellung vor dem Christusbild zurück. Der Handelnde spricht mit segnenden Händen:
Ich rufe zum Gottesgeist,
Daß er sei bei euch, wenn ihr ihn suchet.
Der Handelnde spricht: «Es wird nun verkündet das Evangelium nach ...»
Vom Handelnden - bzw. vom linksstehenden Helfer - wird das Evangelium gemäß den Perikopen verlesen.
Gesang, der vom Handelnden angesagt wird.
Dann spricht der Handelnde:
Liebe Kinder! Ich entlasse euch nun,
Aber behaltet in guten Gedanken,
Was ihr hier gehört, empfunden, gedacht habt.
Der Handelnde wendet sich zum Altar, die Helfer setzen sich.
Musik
Verabschiedung der Kinder durch alle die Handlung Haltenden und sie Mitbetreuenden.
Sonntagshandlung Am Pfingstsonntag
Die Handlung vollzieht sich im ganzen wie sonst. Nur zur Evangelien Lesung hat Rudolf Steiner für diesen Tag eine besondere Angabe gemacht:
Nachdem über das Pfingstereignis (aus der Apostelgeschichte 2,1-18) gelesen worden ist (durch den Handelnden oder den linken Helfer), liest der Handelnde unmittelbar anschließend die Goethe-Übersetzung des alten Pfingsthymnus «Veni Creator Spiritus»:
Komm heiliger Geist, du Schaffender,
Komm, deine Seelen suche heim;
Mit Gnaden-Fülle segne sie
Die Brust, die du geschaffen hast. Du heißest Tröster, Paraklet,
Des höchsten Gottes Hoch-Geschenk,
Lebend’ger Quell und Liebes-Glut
Und Salbung heiliger Geistes-Kraft. Du siebenfaltiger Gaben-Schatz,
Du Finger Gottes rechter Hand,
Von ihm versprochen und geschickt,
Der Kehle Stimm’ und Rede gibst. Den Sinnen zünde Lichter an,
Dem Herzen frohe Mutigkeit,
Daß wir, im Körper Wandelnden,
Bereit zum Handeln sei’n, zum Kampf. Den Feind bedränge, treib’ ihn fort,
Daß uns des Friedens wir erfreun,
Und so an deiner Führer-Hand
Dem Schaden überall entgehn. Vom Vater uns Erkenntnis gib,
Erkenntnis auch vom Sohn zugleich,
Uns, die dem beiderseit’gen Geist
Zu allen Zeiten gläubig flehn. Darum sei Gott dem Vater Preis,
Dem Sohne, der vom Tod erstand,
Dem Paraklet, dem Wirkenden
Von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Nach diesen Worten kündigt der Handelnde wie sonst den Gesang an und entläßt dann die Kinder mit den Worten: «Liebe Kinder, ich entlasse euch nun, ...»
Weihnachtshandlung
Der Eintritt geschieht in der gleichen Weise wie bei der Sonntagshandlung
Liebe Kinder Wir leben in Winters Anfang,
Unsere Augen sehen nur wenig die äußere Sonne,
Spät erscheinet sie und früh verschwindet sie.
Im Innern aber schaut unser Seelenauge
In Winters Kälte und Winterdunkel:
Des Christus hell leuchtende Geistessonne,
Die durch Jesus der Menschheit
Aus göttlichen Reichen erschienen ist. In demütiger Hirten Seelen
Ward gehört der Himmel Wort:
Es offenbaret Gottes Geist sich in Höhen,
Und er bringet Frieden den Erdenmenschen,
In deren Herzen guter Wille wohnet. Und die Hirten waren geleitet,
Durch der Himmel erhabnes Wort,
Und sie suchten des Gottes Geist
Nach der Verkündung auf Erden.
An der Armut Stätte fanden sie
Das Kind Jesus, der dann wurde
Der Christus. Es ward die erste Weihnacht der Welt
Als die demütigen Hirten
Betenden Herzens knieten
An der Armut Stätte vor Jesus, dem Kindlein,
Durch das des Geistes Licht
Erschien den Erdenmenschen. Durch den Christus
Der da ist die Geistessonne
Werden wir finden
Den Weg in Geisteshöhen,
Und so werden
Erst wahre Menschen.
So dachten die demütigen Hirten
In ihren ahnenden Seelen,
Als sie schauten das Licht
Das leuchtete aus des Kindleins Augen
In der ersten Weltweihnacht. Und als schauten das Licht
Die demütigen Hirten
Da ward ein neuer Weltenanfang:
Der Menschheit Christzeit begann.
Und hell kann es werden seither
In der Menschen Herzen,
Die da lernen in Liebe
Zu sagen: sieh, es ist der Christus
Durch den die Seele findet
Den Weg in des Geistes Sonnenhelles Reich. Und hell wird es bleiben
In der Menschen Herzen,
Die liebend erfühlen
In ihrem tiefsten Innern
Das Licht, das da leuchtet
Auf dem Weg in des Christus
Sonnenhelles Reich. In der Menschen Herzen
Wird des Winters dunkle Nacht
Zum hellen Geistestage
Wenn die Seele sich weihet
Dem Lichte, das durch Jesus
Erstrahlet dem Erdenleben.
Kurzes Umwenden zum Altar.
Der die Handlung Vollziehende - bzw. der rechtsstehende Helfer - geht wie sonst zu jedem einzelnen Kinde und spricht zu ihm:
Erhebe die Gedanken und Empfindungen
Zu dem Christusgeiste.
Nachdem der Handelnde - bzw. der rechtsstehende Helfer wieder nach vorn gegangen ist, spricht der Handelnde zu allen Kindern:
Ihr sollet erheben die Gedanken und Empfindungen
Zu dem Christusgeiste,
Er ist das Licht
Das leuchtet in der Menschen Herzen
Auf daß sie finden
Den Weg zum Gottesreiche.
Der die Handlung Vollziehende spricht: «Es wird nun verkündet das Weihnachtsevangelium nach Lukas im 2. Kapitel.» Dies wird vom Handelnden - bzw. vom linksstehenden Helfer - gelesen. Wendung zum Altar. - Nunmehr sollte ein für Weihnachten geeignetes Musikstück ertönen.
Dann spricht der die Handlung Vollziehende weiter, indem er etwas vortritt:
Durch Geistes Heilesmacht,
In Welten Weihenacht,
Ist Seelenlicht erwacht,
Hat Menschenkraft gebracht,
Hat Herzensmut gebracht,
Nachdem es einst erwacht,
Aus Zeiten Weihenacht
Zu ew’ger Heilesmacht.
Der die Handlung Vollziehende tritt zurück und spricht weiter:
Der Mensch erfüllet sich
Mit wahrem Seelensinn,
Wenn er zur Weihnachtzeit
Das Innere wendet,
In starkem Denken
In innigem Fühlen
Zur Christuskraft,
Der Mensch erstarket sich
Durch wahre Geisteskraft
Wenn er zur Weihnachtzeit
Das Innere wendet
Im hellen Denken
Im warmen Fühlen
Zum Christuslicht.
Der Handelnde sagt den Gesang an: «Es ist ein Ros’ entsprungen.»
Liebe Kinder:
Das alles haltet in eurem Herzen
Traget es aus der heiligen Weihnachtzeit
In das Leben des ganzen Jahres.
Der Handelnde wendet sich zum Altar, die Helfer setzen sich.
Schlußmusik.
Verabschiedung wie bei der Sonntagshandlung.
Jugendfeier
(Für denselben Raum, in dem die Sonntagfeier gehalten wird, der auch in derselben Art wie sonst eingerichtet ist):
- Jedes Kind tritt einzeln ein. Es wird ihm beim Eintritt, indem man ihm die Hand reicht, gesagt:
Gedenke der Wichtigkeit dieses Augenblickes in deinem Leben.
- Alle Kinder sind versammelt. Der die Handlung Vollbringende spricht zu allen:
Liebe Kinder; gedenket der Wichtigkeit dieses Augenblickes in eurem Leben. Ihr tretet in ein neues Lebensalter. Von der Kindheit zur Jugend steiget ihr auf. Eure Lehrer haben euch geführt. Ihre Sorge war, daß der Gottesgeist
leuchte in eurem Denken
krafte in eurem Fühlen
wirke in eurem Wollen.
Den Christus, der gestorben ist, auf daß die Menschenseelen leben können, wollten euch weisen eure Lehrer, auf daß er sei:
das Licht in eurer Seele
der Führer auf euren Lebenswegen
der Spender der Daseinsfreuden
der Tröster im Daseinsleide.
Der Handelnde wendet sich um und erhebt die Arme zum Christusbilde.
Er spricht:
Du Licht der Seelen
Du Führer auf unsren Lebenswegen
Du Spender der Daseinsfreuden
Du Tröster im Daseinsleide
Zu dir sprach ich bittend
Wenn ich Licht erflehte
Für dieser Kinder Denken
Wenn ich Kraft ersehnte
Für dieser Kinder Fühlen
Wenn ich Wirkensegen erstrebe
Für dieser Kinder Wollen;
So sende dein Licht
So spende deine Kraft
So lasse strömen deinen Segen.
In dieser Stunde
Auf die, die uns anvertraut waren
Und die wir jetzt übergeben dem Leben
Auf daß sie
denken durch dein Licht
fühlen durch deine Kraft
Wirken durch deinen Segen
In all ihrem Erdenleben
Bis in Todesaugenblicke
Du sie führest in das Seelensein. -
Denn Du hast gesprochen:
An dieser Stelle wendet sich der Handelnde um und liest den Kindern das hohepriesterliche Gebet aus dem Johannes-Evangelium vor. Dann begibt sich der Handelnde zu jedem einzelnen Kinde, nimmt es an der Hand und spricht zu ihm:
Durch den Geist des Christus
Der den Tod überwand
Auf daß der Menschenseele
Das Leben ward gerettet
Wurdest du geführt
Hier in dieser Kindesschule;
So leite der Christusgeist
Deine Lebenskräfte
Deine Seelenmächte
Deine Geistesziele
Durch des Lebens große Schule.
Der Handelnde begibt sich an seinen Platz zurück und spricht über das Osterfest in einer Rede, die etwa den folgenden Inhalt hat:
Liebe Kinder. Im Frühling war’s, wo die Erde in ihren Pflanzen neues Leben findet, da der Christus auf Golgatha durch den Tod ging. Er starb. Aber er überwand den Tod. Als Sieger über den Tod lebet er mit den Menschen; er lebet in den Menschen, die ihn suchen, suchen mit all ihrem Denken, Fühlen und Wollen. Und jedesmal, wenn der Frühling das hohe Osterfest bringt, dann soll der Mensch, wenn er das neue Leben der Erde schaut, gedenken des Todes und der Auferstehung des Christus. Liebe Kinder, gedenket jedes Jahr zu dieser Osterzeit des Festes, das wir heute mit euch feiern und feiert es jedes Jahr neu, auf daß in euch der Gedanke belebt werde von dem Tode, der Auferstehung des Christus und von seinem Wohnen in den Seelen derer, die ihn suchen.
Diese Rede kann weiter ausgeführt werden durch alles, was der Handelnde den Kindern sagen möchte.
Dann der Gesang wie bei den Sonntagsfeiern.
Zuletzt:
Liebe Kinder, allsonntäglich habe ich euch
entlassen, euch auffordernd, zu gedenken,
was ihr hier erlebt habt;
jetzt entlasse ich euch
mit sorgender Seele
In das Leben
Der Christusgeist sei mit euch
Suchet ihn
Ihr werdet ihn finden:
Als Euer Licht
Als Eure Kraft
Als euren Führer
Als euren Tröster.
Jedes Kind wird einzeln entlassen; man nimmt es an der Hand und spricht zu ihm:
Gedenke der Wichtigkeit dieses Augenblickes in deinem Leben.
Vergiß ihn nimmer, nicht in Freud, nicht im Leide.
Opferfeier
I: Der Opfer-Feiernde (mit den Helfern zur linken und rechten) steht vor dem Opfertisch, Gesicht nach diesem gerichtet und spricht:
Christi Taten auf Golgatha
Stehen vor unseren Seelen.
Die Weihe-Stimmung unserer Seelen
Offenbaret uns Christi Taten auf Erden.
Die Verehrung unserer Seelen
Betet zu Christi Menschheitsopfer.
Die Andacht unserer Seelen
Führe in diesen Opferraum
Das Erleben von Christi Menschheitsopfer.
Nach einer Pause spricht der Feiernde weiter:
Der Vatergott sei in uns
Der Sohnesgott schaffe in uns
Der Geistgott erleuchte uns.
Der Feiernde wendet sich um und spricht zur Gemeinde:
Christus in euch
Der vom Feiernden rechtsstehende Helfer erwidert:
Und deinen Geist erfülle Er.
Nun spricht in der Richtung nach dem Opfertisch der von dem Feiernden rechtsstehende Helfer:
Zu dem Vatergotte wenden
Wir unseren Geist.
Er webt im Weltengrunde
Er lebt in unserer Menschheit. Wir sind alles,
Was wir sind
In seinem Sein
Durch seine Kraft. Zu dem Sohnesgotte wenden
Wir unsere Seele.
Er waltet als ewiges Wort
In Weltensein und Menschenwesen
Wir finden Trost
Für unsere Schwachheit
In seiner Stärke,
In seiner Opfertat. Zu dem Geistgotte wenden
Wir unseren Willen
Er leuchte in unseren Entschlüssen
Er walte in unseren Taten.
Wir finden Stärke
In unserer Finsternis
Durch sein Licht,
Und Seelenkraft durch ihn
Als Geistessonne.
Mit dem Gesichte zur Gemeinde liest nun der zur linken vom Feiernden stehende Helfer ein Kapitel aus dem Evangelium.
Vorher aber spricht er:
Mein Herz trage in sich
Das Bewußtsein Deines Lebens
O Christus; Meinen Lippen entströme
Dein reines Wort
O Christus.
Deine Gnade würdige
Mich, zu sprechen Dein Wort
O Christus.
(Evangelien Lesung)
Der Feiernde in der Mitte spricht mit dem Gesichte zum Opfertisch:
Wir erheben unsre Seele
Zu Dir, o Christus.
Dein Evangelium
Als reines Wort
Tilget aus unsern Worten
Was unrein in ihnen ist.
Der Feiernde wendet sich zur Gemeinde und spricht:
Christus in euch
Der ihm rechts mit Bezug auf den Opfertisch Stehende erwidert:
Und deinen Geist erfülle Er.
[Pause].
Der vom Feiernden (immer in der Richtung zum Opfertisch gemeint) rechtsstehende Helfer spricht mit dem Gesichte zum Opfertisch:
Dir, ewiger Weltengrund,
Webend in Raumesweiten
Und in Zeitenfernen
Opfern die heiligsten Gefühle
Deiner Menschensprossen
Hingegebene Herzen. Du schauest in die Schwächen
Dieser Herzen;
So ströme zu Dir auch
Die Sehnsucht dieser Herzen.
Der linksstehende Helfer spricht mit dem Gesichte zum Opfertisch:
Ja so sei es.
Der Feiernde spricht mit dem Gesichte zum Opfertisch: (sehr langsam)
All unser Menschensein
Denke hin zu Christi Tat.
Unser Leib sehnet sich
Nach Christi Kraft
Unser Blut sehnet sich
Nach Christi Licht.
(mit erhobenen Armen)
In Deinen Sonnenhöhen
O Christus schaue
Auf das Opfer
Unseres Menschenseins;
Unseres beseelten Leibes,
Unseres durchgeisteten Blutes.
Sie seien in Dir
Du seiest in ihnen.
Der rechtsstehende Helfer spricht mit dem Gesichte zum Opfertisch:
Aus des Menschen Seelenopfer
Aus des Menschen Geistesopfer
Werde das wesenschaffende Liebefeuer
Das walte von Mensch zu Gott
Das walte von Mensch zu Mensch.
Der linksstehende Helfer spricht mit dem Gesichte zum Opfertisch:
Unser Wollen krafte
Ja, so sei es.
Der Feiernde wendet sich zur Gemeinde und spricht:
Sich nach Dir
Christus in euch.
Der rechtsstehende Helfer wendet sich zur Gemeinde und spricht:
Unser Fühlen sehne
Und deinen Geist erfülle Er.
[Pause].
Der linksstehende Helfer spricht mit dem Gesichte zum Opfertisch:
Unser Denken leuchte Dir entgegen
Göttlicher Weltengrund.
Der rechtsstehende Helfer spricht mit dem Gesichte zum Opfertisch:
Unser Schicksal walte mit Dir
Christus, Du Walter für uns.
Der Feiernde spricht mit dem Gesichte zum Opfertisch:
Er hat sich geeint Bevor Er hinging
Er weihte Seinen Leib
Den Träger Seiner Seele
Dem göttlichen Weltengrund
Den Träger Seines Geistes
Dem Lichte des Weltengrundes
Und so gab Er Sich hin
So lasset in Geistes-Wandelung
Unseres Geistes Träger
Seine Gnade lasse uns sprechen
Der rechtsstehende Helfer spricht (Gesicht zum Opfertisch)
Christus ist in uns
Sein Licht leuchtet
Seine Gnade waltet
Seine Kraft webet allhier.
Der linksstehende Helfer spricht (Gesicht zum Opfertisch):
Der Geist-gott
Walte über unser Denken
Webe in unserem Fühlen
Wirke aus unserem Wollen.
Der Feiernde wendet sich zur Gemeinde und spricht:
Christus in euch
Der rechtsstehende Helfer wendet sich zur Gemeinde und erwidert:
Und deinen Geist erfülle Er.
Der linksstehende Helfer zur Gemeinde:
Ja so sei es.
(Pause)
Der linksstehende Helfer, Gesicht zum Opfertisch:
O Christus, Du hast
In unerschöpflicher Güte
In unermesslicher Liebe
In grenzenloser Gnade
Den Frieden gegeben
Den Deinigen - -
Der rechte Helfer, Gesicht zum Opfertisch, setzt fort:
So mache unseren Geist
Hell von Licht erfüllt
So mache unser Wort
Rein von Gedanken erfüllt
So mache unser Herz
Lauter und sündenrein.
Der Feiernde, Gesicht zum Opfertisch: (langsam sprechen)
Christus in uns
Sein heller, lichterfüllter Geist
In unsrem Geiste Seine reinen, seelewarmen Gedanken
In unsrer Seele Sein lautres, sündenreines Herz
In unsrem Herzen. Christus, wir empfangen Dich
Zur Gesundung unseres Leibes
Zur Gesundung unsrer Seele
Zur Gesundung unsres Geistes.
Der linksstehende Helfer, Gesicht zum Opfertisch:
Ja, so sei es.
Der rechtsstehende Helfer geht zu jedem Gemeindemitgliede, berührt mit zwei Fingern dessen Stirn und spricht:
Christi Geist lebe in dir
Das Gemeindemitglied erwidert:
Ich darf empfangen Christi Geist.
Nach Absolvierung geht der rechtsstehende Helfer an seinen Platz zurück (es kann hier Musik eingefügt werden).
Dann Schluss:
Der Feiernde, Gesicht zur Gemeinde:
Christus in euch
Der rechtsstehende Helfer, Gesicht zur Gemeinde:
Und deinen Geist erfülle Er.
Der linksstehende Helfer zur Gemeinde:
Nehmet hin dies
Als die opfernde
Tat der Menschenseele.
Der rechtsstehende Helfer, zur Gemeinde.
Ja, so sei es.