Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie 1912–1918
GA 277a — 12 January 1918, Dornach
Zur Entwickelung der Eurythmie
Als Lory Maier-Smits im Februar 1918 (siehe das folgende Kapitel) Rudolf Steiner in Nürnberg wiedertraf, erzählte er ihr über die newe Entwicklung der Humoresken in Dornach. Im Kontext des ersten in dieser Art dargestellten Textes- Paul Scheerbarts «Die gebratene Flunder», die am 12. Januar 1918 erstmals aufgeführt wurde - gab er auch die Form für «Furcht und Schrecken».
Lory Maier-Smits, aus: «Die Anfänge der Eurythmie»
Nach einigen Worten über meine Vorführungen erzählte er mir dann sehr lebhaft von der Eurythmie in Dornach, die ich, gehindert am Reisen durch die Kriegsverhältnisse, längere Zeit nicht geschen hatte. «Ja, die Eurythmie ist wirklich ein ganzes Stück weitergekommen in den letzten Wochen. Es ist uns nun gelungen, endlich auch einmal ein humoristisches Gedicht auf die Bühne zu bringen: die «Gebratene Flunder von Peter Schlemihl [sic! wohl eigentlich: Paul Scheerbart] aus dem Simplicissimus. Es treten da auf die gebratene Flunder selbst, die brennende Petroleumlampe, das gelbseidene Familiensofa und der Schaukelstuhl. Zuletzt fällt die Petrroleumlampe um, und es entsteht ein furchtbares Durcheinander. Aber schen Sie, das bedeutet wirklich einen ganz großen Fortschritt in der Eurythmie, und wir werden viel in dieser Richtung weiterarbeiten. Ich möchte gerne immer einen humoristischen letzten Teil für die Programme haben.»
Rudolf Steiner: Form für Furcht und Schrecken

von mir / Dr. St. / von mir / Dr. St. / Furcht Schrecken / von Dr. St. gezeichnet